Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1910)
- Date
- 1910-05-01
- Page
- Seite 85 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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— 85. — sondern hauptsächlich an das Schreiben Hai’s an den Kairuaner Abraham בן עפא, das grosse Aehnli'chkeit in seiner Form mit der uns beschäftigenden Epistel hat.1) Inhaltlich bietet dieser Brief wenig Bemerkenswertes, das einzige historische Fact, welches derselbe enthält, ist die Tatsache, dass Joseph, der Vater des Adressaten, eine hochstehende Personlichkeit war. Die Bezeichnung desselben — Vers 3 — als גמרנו אדון עסו וסלרה macht die Annahme wahrscheinlich, dass er an der Spitze der Gemeinde stand, aber wohl nicht als Lehrer, sondern als Leiter derselben. Auch Abraham 3] עטא hat wohl eine ähnliehe Stellung eingenommen, und daher spricht Hai von ihm als:2) .ננידא דעממץ (דעממיה?) ורישא דסדריהון (גסדריהון.1) ורבא וסלרא דסאבי יהודאי Wichtiger als der Inhalt ist die Form der Epistel, denn wir haben hier zum ersten Male eine authentische metrische Produktion eines Gaons, and es war auf die Entwickelung der neuhebräischen Poesie sicher nicht ohne Einfluss, dass der letzte Gaon sich des Metrums bediente. Wie Saadia zu dieser während seiner Lebzeit von seinem Schäler Dunasch3) eingefährten Neuerung sich stellte, lässt sich nicht mehr leststellen, die Schäler Menahems geben ihn als Gegner des Metrums aus, was aber von Dunasch in Abrede gestellt wird.4) — Sicher jedenfalls ist es, dass die Opposition gegen die Anwendung der arabischen Versmasse in der hebräischen Poesie nicht auf die ״professionellen Gegner“ des Dunasch, die Schäler Menahems beschränkt bliebe und ebensowenig ist es anzunehmen, dass mit dem Tode derselben der Widerspruch verstummte. Als ein Protest gegen das den Arabern entlehnte Metrum ist wohl der folgende von einem Zeitgenossen Hai’s herrührende Satz anzusehen, mit welchem der Gaon von Mahsejah von einem Anonymus besungen wird.5) ״ זני זמרו בתורת אל ולא זר;גנת?י$נ1 ינאי ואלעזרDie *) Vgl. Poznanski אנא• קיריאו p. 11 und Nachtrag. *> חמירוז XXVI, N. 103. ף VgL Brody, Studien 0—11. In der Jewish Encyklopedia 8. v. Hai gut dieser noch ab der Vater des hebräischen Metrums I 4) Brody L c. p. 10. VgL auch B. Solomon 3[ היתום Kommentar zu M. Kat p. 118. י) Sohechter Saadyana p. 73,84. Der Gaon von Mahsejah dem dieses Lobgedicht ,gewidmet ist, wird ganz deutlich als der Bestaurator der Akademie von Mahsejah beschrieben und kann daher nur Saadia oder Ben Hofni gemeint sein. Für den letzteren spricht 66,17 ,זכות אבותיך, da dieser der Sprössling einer Gaonenfamilie war— Geonica 1,10 Note 3 — während von Saadias Familie nichts weiter bekannt ist. Dass Hai nicht als der Schwiegersohn erwähnt wird ist nicht auffällig, denn er heiratete die Tochter Ben Hofhi’s erst kurz vor den Tod seines Vaters (vgl. das Fragment Jewish Quart. Bev. XIV, 108: ino'DK כרם) ewa gegen 998, während das Gedicht auf Ben Hofni aus viel früherer Zeit stammt, aus der Zeit wo er für die Herstellung, der Akademie arg zu kämpfen hatte — 67,10 1. ואנעי סריגת! — also lang vor