Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1910)
- Date
- 1910-05-01
- Page
- Seite 84 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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84 das Subjekt der Verba וגמרה ונמתקד, ונמלצה ונשגרה (statt ושגרה muss wegen Syntax und Metrum ונשגרה geben werde) im vorhergehendem Verse. Der Gaon sagt: Meine Gedanken und Worte fügten sich in rascher Inspiration an einander wie bei einem prophetisch Redenden ״und sie — nämlich die poetische Epistel — ward verfasst.“ Budapest, März 1910. Die metrische Epistel Hai Gaons. Ton L. Ginzberg. Die von meinem Freunde Chajes im letzten Hefte der Zeitschrift für hebräische Bibliographie gegebenen Bemerkungen zu dem von mir in Geonica II, p. 278—279 veröffentlichten Fragmente veranlassen mich, auf dieses Fragment etwas näher einzugehen. Der II. Band meiner Geonica galt nämlich ausschliesslich dem haläkischen Teile der gäonäischen Literatur, und während die als Einleitung zu einem halakischen Responsum dienende Epistel Hais’ daselbst Platz gefunden hat, habe ich diesem metrischen Stücke keine weitere Beachtung geschenkt, da es nicht ganz in den Rahmen meines Buches hineinpasste. Ich will nun nachträglich das Versäumte nachholen und Einiges zur Erläuterung und Erklärung dieser Epistel bieten, wobei ich zugleich Gelegenheit nehme, zu den sehr lehrreichen Berner• kungen von Chajes Stellung zu nehmen. Ich bezeichne diese Epistel als die Hai’s, obwohl kein Name in dem erhaltenen Fragmente zu finden ist, denn da sie an Judah b. Joseph aus Kairuan gerichtet ist, und ferner zweifelsohne von einem Gaon herrührt, so kommen aus chronologisshen Gründen nur Sherirn oder sein Sohn in Betracht. Bei der Wahl zwischen Vater und Sohn ist die Entscheidung für den letzteren .eine sehr leichte, denn erstens besitzen wir eine Anzahl Responsa Hai’s an diesen Kairuaner, während es sich mit Sicherheit nicht nachweisen lässt, dass Sherira mit ihm in Korrespondenz stand.1) Ferner spricht der Stil dieses in Metrum und Reim abgefassteu Briefes für die Autorschaft Hai’s, von dem auch sonst solche literarische Versuche rieh erhalten haben. Ich denke dabei nicht an das didaktische Gedicht מוסר השכל, das von manchen Gelehrten Hai streitig gemacht wird, 1.) Posnanski, קירואן <v3k p. 28 and 66 ,עניגים מונים schreibt die Responsa in den שו״ת, ed. Harkavy p. 96 und 228 Seherin zu, jedoch ohne guten Grund, denn Geonica II, 69 wird Responsum 207 in Harkavy ausdrücklich als eine von Hai bezeichnet und wie aus ראשונים bw 11,89 תורוזן heirvoigeht gehören die Responsa in Harkavy 228 gleichfalls Hai an.