Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 2 (März-April 1910)
- Date
- 1910-03-01
- Page
- Seite 52 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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62 Herzenspflichten und M a i m u n i’s Führer. Er will in seinem Werke die dreizehn Glaubensartikel erläutern, ln einem langen einleiten• den Gedichte (persische Zweizeiler) lässt er die Seele das Herz ermahnen und das Herz antworten und schliesst mit dem Hinweis auf den Gegenstand seines Werkes (5 a—10 b). Dann folgt ein hebräisches Gedicht über die dreizehn Glaubensartikel (Akrostich. ס־מן טוב.מלמד ומצער) mit angehängten persischen Versen. Jedem der Artikel ist ein grösser Abschnitt gewidmet, an dessen Spitze der betreffende Vers des Jigdal nebst dem betreffenden Verse von Siman -Tobs oben erwähnten hebr. Gedichte steht. Die einzelnen Glaubensartikel sind nach einem gleichförmigen Plane behandelt. Zuerst ist dem Inhalte des Glaubenssatzes ein längeres persisches Gedicht- (Zweizeiler) gewidmet. Dann folgt ein persisches Ghasel, hierauf die Erläuterung und Deduktion in persicher Prosa, mit hebräichen, von einer persischen Uebersetzung begleiteten Zitaten, besonders aus Maitnuni. Zum Schlüsse ein mit einem hebräischen Vierzeiler eingeleitetes längeres persisches Gedicht (Zweizeiler),, das als üebergang zum nächsten Glaubensartikel dienen soll. Die Erläuterung zu Artikel 3 schliesst mit einem Exkurs über die Kategorien und andere philosophische Begriffe (39 a—41a). Die Erläuterung zu Art. 5 enthält zwei persische Ghasele als Einlage (57 a, 59 a). Das der Erläuterung des 7. Artikels (Moses) vorausgehende Ghasel hat die auf der höchsten Stufe der Frömmigkeit sich befindende Sufi’s (עוכ־יאן) zum Gegenstände (83 a); ähnlichen Inhalt hat das der Erläuterung angefügte Ghasel (90 a). Dem zum 12. Artikel hinüberleitenden Gedichte geht ein Ghasel voraus über die Ankunft des Messias (158b); dafür steht keines vor der Erläuterung. Näher auf den Inhalt des merkwürdigen Werkes einzugehen, fehlt hier der Baum. Es wird von Simeon Chacham in seinem Ritualcompendium (I. 19 a) angeführt (s. ZfHB. V, 152). In der Einleitung zu seiner Pentateuchübersetzung (I. Band 5 a) nennt er es neben Schahins Dichtung als Buch, das er seit früher Jugend mit grosser Lust zu lesen gewohnt war (אשר בימי חרפי תמיד נכספה נפשי לרדוף אחו־י ספרים הנכתבים אצלינו בשפת פארסי האמתית העיקרית מהקדמונים להשתעשע בהם כמו ספרי שרח וחייאת אלרוח ללמוד בהן חיה תאותי ובהן. הגות רוחי).. . Die Handschrift, aus der die vorliegende Ausgabe gedruckt ward, war damals (-1898) etwa. 120 Jahre alt, stammte also aus den Siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts. Für die Lebenszeit des Verfassers selbst ist daraus nichts zu entnehmen. Ein hebr.-aram. Lied von Siman-Tob s. oben unter N. 8; ferner ZDMG. LUI, 479; -