Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIII (1909)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1909)
- Date
- 1909-11-01
- Page
- Seite 170 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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170 möglich, etwas entferntere Verwandte als einen Vetter des letzten Exilarohen tu finden. I>a Natan gerade zwei /eilen vorher die Vorwamltschaft David's mit. Ukbn genau angegeben hatte, bezieht sieh קרובי zweifellos auf David, nicht auf Kohon-Zcdek. Als Ukbn zum zweiten Male eingesetzt worden war, waren cs gerade die Anhänger Kohcn-Zedeks, Josef b. Pinchas und־ Netira, welche seine dauernde Ausweisung beim Chalifc» durchsetzten und dann 8011 dieselbe Partei plötzlich seine Rückberufung haben betreiben wollen? — Geistreich ist die Conjectur (p. 06) כסו קנה für מ׳ *סנה, doch ist sie nur möglich, wenn das '1 des arabischen Textes aufs Hebräische zurückginge. Die Variante רי״ו hat für die!,Tage gar keine Bedeutung, dehn erstens lesen die drei Üss., die sie bieten, dass Jehuda 19 Jahre Gaon war, und zweitens gibt Natan kein Datum und auch keine genauen Angaben Über die Dauer des Contliktes. — Für die zeitliche Ansetzung des K. Simon קיירא im ס׳ הקבלה (p. 70f) ist die Erklärung Brüll’» (Jahrbücher IX, 102) die plausibelste, dass R. Abraham für das persteche סלוני ־») אנך) im Formular des אנ״ב—גט las und dies als 1052 auffasste; vgl. auch Ha Ibers tarn, M. G. W. J. XXXI, (1882) p. 472 f. ■־־ Die Annahme (p. 88), dass die שאילתות in Spanien länger unbekannt blieben, ist unhaltbar, da Alfasi's Vorgänger im Rabbinat von Lucena, Ihn Gajjat, sie häutig zitiert. — R. Jehudais Bedeutung wird (!>. 97) darauf zurüekgeführt, dass er der erste war, der ein halachisches Werk verfasst habe. Sonst sei die ungeheure Achtung vor ihm nicht zu erklären, zumal viele seiner Nachfolger ihm als Gelehrte überlegen gewesen seien, lief, scheint vielmehr alles dafür zu sprechen, dass R. Jehudai eine ganz aussergcwöhnliche Persönlichkeit war, die auf alle, die mit ihm in Berührung kamen, einen unverlöschiichen Eindruck machte, der für Generationen sich forterhielt und sogar zur Aufnahme seiner Zusätze in den Talmud führten; vgl. Brüll, Jahrbücher II, 121 f. Aus seinen kurzen Responsen kann man sich kaum ein rechtes Bild seiner Gelehrsamkeit machen, aber wie dem auch sei, Gelehrte, denen^ihre Persönlichkeit eine, weit über ihre Gelehrsamkeit herausgehende!Stellung schallt, sind nichts Ungewöhnliches, und eine solche Erscheinung bedarf keiner Erklärung. — R Jakob, einer der selbständigsten unter den Geouim, genoss dieses Ansehen nicht und wurde von spätem durchaus nicht, als solch eminente Autorität angesehen, vielmehr brachte man seinen Entscheidungen häutig ein gewisses Misstrauen entgegen. Es ist daher sehr wohl möglich, dass ein Späterer einen Ausspruch der הלכות גדולות mehr Autorität beimass, als der Entscheidung dieses Gaon. Ref. kann daher den Ausführungen (p. 101 f) über das II, 85 f veröffentlichte llesponsum nicht zustimmen. In Bezug auf die הלכות גדולות ist der Yerf. (p. 103 fF) zu dem überraschemlcn Resultat gelangt, der Text der Ausgaben sei das Werk Jehudai’s, die vatikanische IIs. ed. Hildesheimer das des Simon קיירא. Dieser sehr bestechenden Hypothese stehen aber doch ernstliche Bedenken entgegen. R Zemach (ca. 896) führt aus הלכות קטועות an, was R. Hai in הלכות אדונינו פר רב יהודאי fand (Epstein, מאסר על הלכות גדולות p. 10 Nr. 4, wo noch auf אשכול II, 10 hätte verwiesen werden können); R. Chananja (ca. 943) zitiert הלכות פסוקות דפר רב יהודאי גאון (ib. p. 15 Nr. 5), 11. Hai ופר רב יהודאי גאון בה, פסוקות דיליה (ib. p. 20 Nr. 20) und R. Seherira zitiert, wie Epstein (ib. p. 4f. Nr. 1) nachweist) 1 ח״ג als die des ר׳ שפעון מיארא. Alles dies beweist, dass nach geonäischcr Tradition Jehudai Verfasser der הלכות פסוקות, nicht der הלכות גדולות ist, und so sind auch Zitate wie Scherir.Vs בהלכות