Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIII (1909)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1909)
- Date
- 1909-05-01
- Page
- Seite 90 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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90 T r a 11 i zu vindieicron.J) IJebcr die anderen besprochenen handschriftlichen Kommontaro habo icli, da sie mir nicht vorliogen, inbezug auf iliro Autorschaft koin Urtoil, abor bomerkon möchte ich doch, dass nach dem Zougnisso Berliners (a. a. 0.) auch in den Jesaja da Trani zugcschriebcncn handschriftlichen Kommentaren in der Angelika die sachliche und grammatische Erklärung der Bibel vorherrscht. Aus dem handschriftlichen Kommentare zu Jesajas, cod. Paris 218,2 den ich erwähnt habe, ist die Erklärung zu Kapitel 52 inbezug auf die messianischo Stolle דגה ישכיל עבדי von Neubauer ediert worden, entzieht sich aber, da mir dossen Werk '־’) nicht zu Gobote steht, moiner Beurteilung. 5) Zu den nichtalmudischen Schriften des älteren Josaja da Trani gehört endlich eine liturgische Dichtung, S01icha:i) die von Zunz übersotzt wurde. V. Die vom Jesaja b. Malicitierten Autoren. Jesaja b. Mali citiert zahlreiche Schriften und Aussprüche und deren Autoren, die samt den sie betreffenden Citateu moistoüs bekannt sind. Eine kurze Aufzählung dorselbon wäro zwecklos; eino eingehende Besprechung derselben würde überdies zu woit führen. Nur einige Bemerkungen über dieselben dürften am Platze sein. 1) Dor Talmud mit allen seinen alten Annexen lag in seiner ganzen Weito so offen vor dom geistigen Augo Jesajas b. Mali wio das Meer, das soine Vaterstadt umspülte, vor seinem leiblichen Augo wogte. Er versonkto sich wio ein Taucher in die Tiefe des babylonischen Talmuds, um aus domsolbcn die Perlon dor Weisheit dos Judentums horaufzuholcn und gab ihm, wenn er in rituellen Dingon von dem älteren jerusalcmischen Talmud differierto, dem er soine vollste Aufmerksamkeit zuwandte, den VorzugJ), nicht, wie 11 a s c h i meinte, weil er tiefer, sondern, weil er klarer ist. ״) Dicso Ansicht, die wir schon bei A1 f a s i finden, herrschte bei den späteren Kabbinen vor, aber weder aus dem einen noch aus dem 1) v. Güdemann a a. 0. p. 189. 2) The fifty-third chapter of Isaiah according to the Jewish Interpreters. Oxford 1876. Neubauer hält den älteren Jesajah für den Verfasser des in Frage stehenden Kommentars zu Jesajas, wie er mir seiner Zeit brieflich mitgoteilt bat. P. 8)!־,nie איכה •טפתי אהיה v. Zunz, Lg. p. 336 und Synag. Poesie 299. 4} המכריע N. 24 v. Güdemann a. a. 0. p. 324. 6) v. Raschi zu Chagiga 10 a, Jesaja b. Mali Tossafot zuChagiga z. St.