Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XII (1908)
- Issue
- 5 (September-Okober 1908)
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 139 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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139 Auch ohne daß dunkle הדיש in II. Chr. XXIV, 27 berücksichtigen zu wollen, wäre doch z. B. auf Ezra VII, 10 לדרש את תורת ה׳ zu rerweisen gewesen. — 9) S. 8 Z. 18. Es geht nicht an, ohne weiteres zu sagen תקנות״ (auch der Ausdruck תנאים kommt vor)“. תנאים sind dem Wesen nach streng von תקנות zu scheiden. Nur von Josaa heisst es, dass er die Verteilung des heiligen Landes an gewisse Bedingungen [הנאים] geknüpft hat (b. B. Kamma 80 b fol., jer. b. bathra V. 1). In b. *Erubin p. 17 a nennt sie der babylonische Talmud ungenau: 8 .תקנתא) S. 9. Es scheint mir sehr gewagt, den Glauben an die sinaitische Herkunft der mündlichen Gesetzgebung unter Anderem durch den Hinweis darauf erschüttern zu wollen, dass R. Jose falsche chronologische Angaben macht. Ich meine, dass auch Dr. D. Hoffmann, den Str. als Vertreter der traditionsgläubigen Juden anführt, keineswegs jedes Wort der Tradition als מסיני auffassen wird. — Was soll übrigens das weitere Beispiel Str.’s beweisen, ״dass die ganze biblische Begründung der sehr detaillierten Regeln über das rituelle Schlachten enthalten sei in den beiden Worten ״? כאשר *ויתיך Erstens handelt es sich keineswegs um eine unbestrittene, allgemeine Auf- . fassung: es ist vielmehr nur die Ansicht von Rabbi (Hullin p. 28a; Sifre ad Dir XII, 21 hat in den alten Ausgaben דבר אחר wohl aus רבי אומד £= ד״א entstanden, das später in wn verschrieben wurde vgl. ed. Friedmann p. 90b). Ausserdem hat auch Rabbi sicherlich damit .nur sägen wollen, dass alle unsere Schlachtregeln von Gott dem ersten Lehrer mündlich mitgeteilt worden sind, wie eben כאשר *ויתיך auf eine yorausgegangene Belehrung hinweist (s. RSJ, Hüll., v. 15 enthält kein Gebot, sondern eine Concession) 4) S. 18 C. Zur Literatur über מג״ת wäre hinzuzufügen der Aufsatz von Schwab in den Berichten des Orient. Congresses 1897 Section sem. A. p. 199 ff., s. auch Blau in Riv. Isr. III. p. 68 f. 5) S. 14 Einige der Beweise für das in. alter Zeit erfolgte Aufschreiben der Halakhoth sind recht schwach. Die מגלת סמנין in der die Familie Abtinas, die Ingredienzen des Rauchopfers für ihr en Privat bed arf notierte, kann doch nicht als halachisches Dokument angesehen werden! (Uebrigens hätte Str. auf b. Jomap. 38 b, Tosephta יוה״ב ed. Zuckermandel p. 184 Ende verweisen können). In Jeb. p. 72b wird keineswegs gesagt, »dass Rab zu Levit. einen halachischen Midrasch zusammenstellte, den R. Jobanan als, Buch vor sich hatte“. Es wird dort lediglich vom Studium der תורת בחנים gesprochen, was ja schliesslich auch dahin äufgefasst werden kann, dass der Lehrer sich von einem der Baraithoth Kundigen die betreffende Sammlung vortragen Hess. 6) S. 16 2). Einer der ersten neu.eren Gelehrten, die gegen die Behauptung der Niederschrift der MiSna* durch Rabbi, sich ausgesprochen haben, war R. Zebhi Chajes 8. auch Leop. Lüw Ges. Sehr. I. p..290 Anm. 2. 7) S. 18. Ueber die Sammlungen vor Rabbi s. Krochmal in מורה בכוכי הזמן c. XIII, 1. Aufl. p. 189; über Kelim vgl. Graubart in REJ, XXXII p. 200. 8) S. 62 Anm. 2 über המירס vgl. Riv. Isr/V. p 77 Anm. 2, wo auf die LA חמירוס in einem MiSnakodex verwiesen wird. 9) S. 65 stellt Str. die Gründe für das Vorhandensein eines jer. zu קדשים zusammen Gegen die Existenz eines solchen zur Zeit 'der Gaonen lässt sich anführen, dass in den vielen, besonders in jüngster Zeit aufgefundenen Responsen, in denen vom jer. die Rede ist, meines Wissens sich kein einziges Zitat aus den genannten Traktaten findet, ebensowenig in den Jeruäalmifragmenten aus der Geniza, die Ginzberg gegenwärtig zum Drucke