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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-07-01 · 4 (Juli-August 1908) · p. Seite 111

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XII (1908)
Issue
4 (Juli-August 1908)
Date
1907-07-01
Page
Seite 111 (sequence 15)
Language
German
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— 111 jüdisch-arabische Bücherlisten aas der Geniza in Cambridge. Von Samuel Poznanski. Die Schätze der Geniza, die nach verschiedenen Bichtangen hin so־ viele Aufschlüsse gewähren, dass ihre Auffindung als eine neue Epoche in der Geschichte des jüdischen Schrifttums gelten kann, enthalten u. A. eine Species von Aufzeichnungen, die von ganz besonderem Interesse sind. Es sind dies meistens in arabischer Sprache abgefasste Bücherlisten, die sowohl von literarals auch von kulturhistorischem Werte sind; insofern sie uns einen . Einblick in private und buchhändlerische Bibliotheken des Mittelaltera gewähren׳ und zugleich davon Kunde geben, wann und wo Bücher, die heute bereits verschollen sind, noch existiert haben, abgesehen davon, dass sie oft über Bücher und Autoren;׳ die bisher ganz unbekannt waren, berichten. Solche Bücherlisten sind bisher ediert worden von Bacher1 2), E. N. Adler und Broyde?), Schechter3) und vom Schreiber dieser Zeilen4 *), und ihnen gesellen sich zuletzt zwei weitere hinzu, die Worman neulich aus der Geniza in Cambridge veröffentlicht hats) und die ein eigenartiges Interesse beanspruchen. Die erstere davon ist nämlich, wie bereits der Herausgeber erkannt hat, keine eigentliche Bücherliste, sondern ein Inventarverzeichnis des Bestandes einer Synagoge in Fostat, mit dem Datum 8 Tammuz 1391 contr. (= 29. Juni 1080). Nun hat es bekanntlich in dieser Stadt, ebenso wie in anderen Städten. Egyptens, babylonische und palästinensische Synagogen gegeben6) und Worman schliesst aus 1 18, dass es sich hier um eine babylonische handelt. In der Tat finden wir solche Verzeichnisse auch anderwärts 7), doch ist zu >) RfSJ XXXIX, 199; XL, 66. VgL dazu meine Bemerk, ib. XL, 87. 264. Früher schon hat Bacher eine ebenfalls arabisch geschriebene Bücherliste aus einer Petersburger Handschrift ib. XXXII, 126 edirt. — Zwei derartige hebräische Listen aus einer Handschrift in Bologna hat Modönä veröffentlicht (ib. XX, 117) und eine lateinische, die den Nachlass des Jehuda Mosconi enthielt, Israel L6vi (ib. XXXIX, 242; vgl. dazu Steischneider, ib. XL, 62.169). —• S. auch noch mein Zur jüdisch-arabischen Litteratur, p. 28. 2) JQR XIH, 62; vgl. dazu meine Bemerkungen ib. 324. Biese Liste, die nmfhngreichste von allen bisher edirten, wurde von Adler nochmals in seiner Schrift About Hebrew Manasctipts, p. 38 ff. edirt, aber ohne meine Verbesserungen, s. ZDMG LX, 698. *) Saadyana nr. XXVII u. XXXVH. Vgl. dazu mein Schechters Saadyanä, p. 17 ff. 4) JQR XV, 76. *) JQR XX, 420 ff. *) Vgl. HHJ XL VH!, 169׳ und die dort zitierten. Stellen. ’) Solche Verzeichnisse der Bücher und Geräte der כניסה אלשאמיין resp!כ׳ אלעראפיי (datiert 1187 resp. 1182) enthält auch z. B. das Geniza-Fragment ms. Bodl. 2821 u% s. ZfHB X, 146 n. 8.

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