Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XI (1907)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1907)
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 134 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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134 . 1נ).'Encflich stehen beide noch auf dem Standpunkte biliteraler Wurzeln (8. Buber, 1. c., u! unsere Einleitung p. XVIII). Sind das alles Beweise für die gemeinsame Heimat Griechenland, so kommt noch ein anderes Moment hinzu. Nach der Auffassung der Agada, der auch Easchi folgt, bezieht auch unser Verfasser Prov. 2,16 u. 6, 8 auf מינים, macht aber von dieser Erklärung einen viel ausgedehnteren Gebrauch und versteht darunter Gegner der Worte der Weisen, also doch wohl Karäer. Vgl. z. B. p. 3 1. 8: אשר [ארחותיהם עקשים]. ועוד התורה מעילך מדרך המינות שהמינים דומין לאשה זונה שמנחת בעלה ומונח עם אחרים כענין שג' ויזנו אחרי הבעלים אן* * בן בל מי שמניח דברי חכמים שהן אמרו[ם] מפי תק׳; ib. 1.15: למה בי ישרים ישבנו ארץ אבל המינים וכופרין מארץ ישראל יכרתו בעניך שג, ואל אדמת ישרא[ל] לא יבאו; p. 6 1. 7: לשמור מזמות תורות שתים אחת שבכתב ואחת שבפה; ib. I. 9: כולן אילו הפסוקין על המיגין מדבר; ib. 1. 2 v. u.: ולמה תשגה לצד מינות שהמינים זרים מן התורה וגחשבין בנברי[ם]. Diese Ausführungen sind nur erklärlich, wenn der Verfasser in einem Lande lebte, wo es Karäer, gegen die ja auch Tobia oft pelemisiert, gegeben hat. — Noch sicherer als die Heimat des Verfassers lässt sich seine Zeit feststellen. Er zitiert nämlich namentlich einmal (p. 29 1. 2 v. u. zu 23,29) Menachem b. Saruk und viermal (zu 14,34; 20,25; 26,8 u. 27,15) Erklärungen des Abraham ibn Ezra. Letztere Citate sind besonders wichtig, die sie dem verlorengegangenen, echten Kommentar ibn Ezra’s entnommen zu sein scheinen, so dass dieser also in der Byzanz bekannt war2). Ausserdem aber macht es der Herausgeber wahrscheinlich, dass unser Verfasser auch die Kimchiden, besonders den Kommentar Mose Kimchi’s, benutzt hat2), so dass er wohl der ersten Hälfte des XHI. Jahrh. angehört. Er war hiermit einer der spätesten דדשנין אלרום, die auch bekanntlich Maimonides erwähnt (bei Geiger, נטעי נעמנים, p. 17). — Was nun die benutzten Midraschim an- . betrifft, so führt unser Kommentar nie ihren Urheber an und giebt sie gekürzt und verändert wieder. Manche darunter sind unbekannt, so z. B. die Beziehung von 8,30 auf עדים זוממין, die Auffassung von קסם 16,10 als Zauberei, deren Pflege der König zu vermeiden hat, da er sonst notwendigerweise falsch richten muss (p. 23 1. 15: ד״א קסם על שפתי־ מלך אם יש מלך שיש בפיו קסמים הוא עובר בתורה שג׳ לא ימצא בך וגר במשפט לא ימעל פיו בתמיח ודאי מועל במשפט), derDerasch zu 16,28: ונרגן מפריד אלוף das Wort לשון ist zu streichen) als חרוצים, von 12,27 לא יחרוך als לא יערוך, von 14,16 מתעבד als מתחבר und von 30,15 עלוקה als חלוקה, wozu die originelle Deutung.: לעלוקה״ לחלוקה. שתי בנות״ שתי נשים כמו במשפט הבנות יעשה לח והעניין כשתהיין שתי נשים לאיש אחד חלוקה תהיה בבית כי זאת אומרת חב לי וזאת אומרת הב לי וכר. *) So ausser der bereits angeführten Erklärung von אשנב als אשלב משולב, Gitterwerk, noch die von 16,28 נרגן als נרגל, Verläumder, mit Berufung auf Ps. 15,3. — Analogieen bei Tobia b. Eliezer 8. Buber, 1. c., dann Nachts Einleitung zu ed. Echa p. 17 u. Feinberg’s Einleitung zu ed. Kohelet p. 15. s) Vgl. auch L. Levy, Reconstruction d. Commentars ibn Esras zu den ersten Propheten, p. IX, wo diese Citate zuerst mitgeteilt sind. Gelegentlich sei zu p. VII bemerkt, dass der Josua-Kommentar des ibn Ezra noch Mosconi Vorgelegen haben soll (s. Magazin III, 46 unt.), aber bekanntlich sind dessen Angaben nur mit Vorsicht aufzunehmen. 8) Vgl. p. 11 n. 6, p. 17 n. 5, p. 26 n. 4 und p. 32 n. 4. Zweifelhaft sind die Nachweise p. 15 n. 2, p. 19 n. 2, p. 20 n. 3, p. 22 n. 3, p. 24 n. 4 und p. 32 n. 7, da hier eine direkte Entlehnung nicht durchaus notwendig vorliegt. Ganz zu streichen sind p. 8 n. 2, p. 12 n. 7 und p. 26 n. 2