Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XI (1907)
- Issue
- 4 (Juli-August 1907)
- Date
- 1907-07-01
- Page
- Seite 126 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2254995-7565917-7600182--2213-2257114- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
die älteste für diese specielle Anwendung des Wortes מקרא. Bacher behauptet zwar (Terminologie 1,118), dieselbe schon in Sifre za Deut. CCCXV1I gelanden zu haben, jedoch bedeutet daselbst תודח nicht Pentateuch im Gegensatz den anderen biblischen Schriften, sondern , die Torab, die vor der Welt- Schöpfung schon existierte' — 'וראשית דרכו — 'wird mit der concreten Torah con8trastierfc, wie schon R. David.Pardo .in seinem Kompentar zur Stelle richtig bemerkte 1). Interesannt ist auch an dieser Ben Sira Stelle die Erwähnuug des Tanna debe Eliahu als Gegenstand des 'Unterrichts neben Sifra» und Sifre.. Es ist wohl die älteste Erwähnung des Taimä debe EÜahn, denn..es geht sicher nicht auf Ketubot 106 a•zurück, da es sonst wSederheissisn müsste. Ben Sira ist auch, die älteste Quelle, wo auf die Abrahamlegende an-;gespielt .wird,; die Gaster in seinem Sefer ha-Massijoth :(Seite 2^3) veröffent- :licht hat.; . Der .Passus über das Pferd 'Nimrods in Ben Sira (22 b) wird erst :verständlich, wenn die erwähnte Abrahamlegende berücksichtigt wird. Dagegen lässt sich die Legende von den. 30 Obstarten, die Adam aus dem Paradies 'mitnahm,4 in einer ältern Quelle als Ben Sira (21 b; vgl. Löw Aramäische Bflanzennamen S.; 2) nach weisen, sie findet sich in vier Handschriftendes Midrasch Tehillim vgl. Buber Seite 445 Note 66. , Zum Schlüsse :noch eine Bemerkung über die von Porges in ZfHB X, 169-^-60 besprochene Ausgabe dieses Büchleins; In der Bibliographie zu meinem Artikel ^Ben Sira“ in der Jew״.Enc. verzeicbnete ich eine unbekannte *orientalische Ausgabe, die sich im Besitze Elkän N. Adlers und Fränkels;(Husiatyn), befindet. .Nun scheint es mir als •ob diese drei Exemplare — oder ist das von Porges identisch mit 176 in Katalog Fränkel Nr.־• T? — einer und .derselben Ausgabe angehören, dief wie Porges wahrscheinlich gemacht hat, -Constantinopel 1580 erschienen ist; Meine in der Jew. Enc. •gemachten Angaben •bezüglich des Druckortes und Datums beruhen auf unzuverlässigen Mitteilungen, da״.ich kein Exemplar dieser Ausgabe selbst gesehen habe;׳ — Die vier kleinen . Stücke auf Seite 41 b, die Porges nicht nachweisen konnte, sind nicht neu; sie :finden sich in R. Judah ,Calaz’s ספד המוסר IYy 28b—28a ed; Mantua .und zwar in genau derselben Reihenfolge. ׳ Louis Ginzberg-New York.• Notizen zu Ncubauer-Cowley ״Catalogue.“ Die Bedeutung dieses Eataloges liegt wesentlich darin, dass es der er3tö Versuch ist, einen Ueberblick über die Schätze der Geniza, wenn auch nur über einen kleinen Teil, zu gewähren. . Die Geniza-Fragmente bilden nicht allein quantitativVsondem auch qualitativ den eigentlichen Grundstock der neuen Besitze der Bodleiana. Bei Fragmenten, die ,nicht selten aus einzelnen und dazii noch schwer lesbaren Blättern bestehen, ist die Beschreihung und Fest- Stellung des Inhalts keine leichte Arbeit und die Bearbeiter dieses Eataloges die Herren Neubauer' und Cowley dürfen mit Hecht den Dank der jüdischen Gelehrtenwelt für ihre so mühsame Arbeit erwarten. Ich will nun in folgenden einige Bemerkungen zum Katalog geben, .die ich mir beim Durchblättem demselben notierte. $ + ־ ’ * * ״ - *) Vgl., auch Lev. K. Anfang Schemini, •wo חורה .genau in demselben Sinne .gebraucht ist. .