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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-05-01 · 3 (Mai-Juni 1907) · p. Seite 74

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XI (1907)
Issue
3 (Mai-Juni 1907)
Date
1907-05-01
Page
Seite 74 (sequence 10)
Language
German
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74 nicht ein Hypokoristikon von צדקיה ist; Cowley transkribiert Zadok). Unsicher sind יאור (viell. יאיר zu lesen) und מתחסדה. Yon biblischen Namen gehört der grösste Teil in unseren Papyri zu den vorexilischen, und von ihnen wiederum kommen am häufigsten vor: הושע (bei 8 Personen),זכור (bei 5 Personen, kommt in vorexilischer Zeit nur einmal Nu. 13,4 vor, sonst aber nur in nachexilischen Büchern), זכריה (bei 5 Personen), מחסיה ev. מחסה (bei 7 Personen), מנחם (bei 5 Personen), משלם (ebenso, auch dieser Namen ist meist nachexilisch),נתן (bei 7 Personen) 1). Yon rein exilischen und nachexilischen Namen kommen vor: ,ברכיה ,אטר מעזיה ,חגי ,הודויה (auch in der Form מעוזיה, so dass wohl auch Neh. 10,9 u. I Ohr. 24,18 nicht sondern מעדה zu punktieren ist), ענניה (bei 3 Personen), פלטיה und פלליה (zu vielen der hier aufgezählten Namen sind noch zu vergleichen die Indices der Eigennamen bei Hilprecht and Olay, The Babylonian Expedition of the University of Pensylvania, Series A, Yol. IX—X, Philadelphia 1898—1904, u.Tallquist, Neubabyl. Namenbuch, Helsingfors 1905). Auch manche aramäische Namen haben ein jüdisches Gepräge, so אבה (vgl.אבה בר חור in e. aram. Inschrift aus Memphis aus d. J. 482 v. Chr. CIS II, 122; der Name ist wohl אבא und nicht mit אבהו zu verbinden, s. Chajes, Beitr. z. Nordsem. Onomatologie p. 6); רומא (etwa דמא, ein im Talmud nicht seltener Name, s. Chajes, 1. c., s. v., p. 17); בריתמא (vgl. den jüd. Gelehrten des XII Jahrh. רבי שלמה בן היתום, worüber neulich Chajes in Biv. Isr. III, nr..5/6, u. ZfHB XI, 6 gehandelt hat); עקבן (in der talmud. und gaonäischen Literatur gewöhnlich עוקבא, es kommt aber auch unsere Form vor, so im סדר עולם זוטא bei Neubauer, Med. Jew. Chr. II, 721.9: ושכיב מר עוקבן דצוציתא, Var. עקכן) und קצרי (vielleicht der Walker; in Talmud haben mehrere Personen die Benennung בר קצרתא, s. Chajes, Riv. Isr. II, 138). — Interessant ist auch der Stil der Dokumente, der ganz Kanzleistil ist und sich in festen Formen bewegt. Wie Cowley (Vorr. p. 20) bemekt, macht sich hier besonders babylonischer Einfluss geltend, so auch darin, was Cowley nicht erwähnt, dass sich unter jeder Urkunde zuerst der Schreiber unterzeichnet, der zugleich berichtet in wessen Auftrag die Urkunde aufgesetzt wurde (z. B. A16 כתב פלטיה בר אחיו ספרא זנה כפם קוניה, und so überall), und dann mehrere Zeugen unterschreiben2), wobei meistens vor ihren Namen noch der Vermerk שהדיא בגו steht (A15, C16, D 28 usw.). Manche Formeln und Wendungen sind auch in die jüdischen Kontrakte übergegängen und haben sich bis heute erhalten. So wurde schon oben, bei der Besprechung, des Papyrus G, auf solche Wendungen hingewiesen. So findet sich auch die genaue Angabe *) Auf dem häufigen Vorkommen der Namen Hoschea und Menahem, die nur im Nordreich anzutreffen sind, baut Bacher (JQR XIX, 441—444) eine sehr ansprechende Hypothese über den Ursprung und Charakter unserer jüdischen Kolonie, die manche Rätsel zu lösen im Stande ist. 2) Eine Ausnahme bildet L, wo zuerst die Zeugen und dann der Schreiber unterzeichnet, und zwar deshalb, weil dieser Papyrus kein Originaldokoment, sondern ein auf Anlass der Zeugen verfertigte Kopie ist (1. 16: כתב ספרא גמריה בך אחיו על פם־שהדיא זי על ספרא זנה), da wahrscheinlich das Original verloren gegangen oder undeutlich geworden war. Wir haben hier also einen ähnlichen Fall, wie in Mischna Baba Batra X, 6 (eine solche Urkunde heisst שטר הטפסת שטר, s. Jeh. b. Barzilla'i nr. 25). Deshalb tragen auch in L die Unterschriften der Zeugen die Züge des ganzen Dokuments, weil der Schreiber Alles einfach kopiert hat,

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