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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-05-01 · 3 (Mai-Juni 1907) · p. Seite 69

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XI (1907)
Issue
3 (Mai-Juni 1907)
Date
1907-05-01
Page
Seite 69 (sequence 5)
Language
German
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ab gefasst sind. Sprachlich stehen sie dem Biblisch• Aramäischen am nächsten, nur dass manche Formen ein älteres Stadium aufweisen. So das Pronomen זנת anst. דנת Dan. 2,18 usw. (jedoch kommt auch ein״ mal דכא resp. דכי vor F6.9; vgl. dazuNöldeke ZA XX, 189) und das JEtelativum זי anst. די (jedoch kommt auch hier im Dokument E די in der Verbindung דילבי vor), also wie im Aramäischen aus Assyrien und Babylonien (vgl. z. B. die aramäischen Legenden bei Lidzbarski, 1. c., 201 ff.), Zingirli, Nerab usw- Für die Entsprechung von hebr. צ (arab. (Jo) und aram. ק haben wir hier, ausser dem längst bekannten ארקא (vgl. Jer. 10.11), noch ״ קמרWolle“ H 5 und ״ עקHolz“ ib. 1). Die Hebraismen in unseren Papyri dagegen sind wohl hauptsächlich darauf zurückzufahren, dass es sich meistens um Juden handelt. Also haben wir hier לאמר (anst. ״ עדת ,(למאמרGemeinde“, dann vielleicht noch נשחט ״geglättet“ G10 (vgl. זהב שחוט II Chr. 9,15) usw. (vgl. Nöldeke 1. c. 187). Dass aber nun auch persische Lehnwörter und babylonische Redewendungen Vorkommen (vgl. Cowley’s Vorrede, p. 20) ist dem Charakter unserer Texte entsprechend (worüber weiter unten), ganz natürlich. — Die Ziffern werden, wie in den meisten aramäischen Inschriften (vgl. Lidzbarski, Handbuch d. nordsem. Epigraphik 198ff.), durch Zeichen ausgedrückt, und zwar die Einer durch senkrechte Stücke, die höchstens zu je 3 vereinigt werden*), 10 durch ein rechts nach unten gebogenes Häckchen ־־* und 20 durch zwei solcher Häckchen übereinander. Interessant ist nun, dass einmal (G15a) die Zahl 8 sowohl durch Striche, als auch durch einen Buchstaben ausgedrückt wird, nämlich l| ||j |l| n* Also ist die Bezifferung durch Buchstaben ziemlich alt und nicht erst von den Griechen übernommen (s. Nöldeke 1. c., p. 136, wozu besonders zu vergleich ist die Mischna Schekalim 3,2: בשלש קופות של שלש שלש סאין תורמין את הלשכה וכתוב בהן אלף בית גימל רבי ־— .(ישמעאל אומד יונית כתוב בהן אלפא ביתא גמלא Sehr verwickelt ist das Münzsystem, und es kommt, neben dem bekannten שקל und dem babyl. חלר, noch eine grössere Münze vor, die Cowley כבש, Lidzbarski (Deutsche Ltztg. 1906, 3210) כרש liest und mit dem pers. ־karasa vergleicht. Beachtenswert ist jedenfalls das meist bei dieseer Münze hinzugefügte באבני מלכא (s. Glossar), das dem biblischen באבן המלך II Sam. 14, 26 entspricht. — Das meiste Interesse beanspruchen die hier publizierten Texte naturgemäss durch die aus ihnen resultierenden Daten zur Kultur- und Religionsgeschichre des Judentums in jener Zeit, aber zuerst muss der Charakter der Kolonie resp. Gemeinde festgestellt werden. Da ist nun zunächst zu bemerken, dass hinter den Männernamen der Kontrahenten fast immer hinzugefügt wird לדגל (so ist überall statt לרגל zu lesen; ר und ד sehen sich hier überhaupt sehr ähnlich) d; h. ״zum Feldzeichen, zur Fahne von . . .“ Dabei tragen die Chefs der Fahnen durchweg persische Namen, nämlich אתרופדן ,ארתבנו ,וריזת und חומדת (nur einer hat den babyl. Namen אדננבו H 2 d.h. Idinn-Nabü) und nun *) Gewöhnlich entspricht hebr. צ aram. ע (also א ע ,עמר ,ארע usw.). Es sei nun bei dieser Gelegenheit auf die bisher unbekannte aram. Wurzel דחע רחץ ==)) aufmerksam gemacht, die in einem neulich von Charles und Cowley edierten aram. Fragment des Testamentes der XII Patriarchen vorkommt, s. JQR XIX, 672 1. 13.17; 673 1. 13 u. 2. v. u. 2) Da nun von rechts aus die Striche immer, bei Ziffern zwischen 3-9, za je 3 zusammengestellt werden, 80 muss z. B. in J 1 die Ziffer 1!l II |i! in ill III III emendiert werden (s. S. 68 Amn, 1),

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