Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XI (1907)
- Issue
- 3 (März-April 1907)
- Date
- 1907-03-01
- Page
- Seite 38 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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geben worden, wie man sie bei F. p. 62-r71־ findet. F. gebt die ganze Bibel durch und nimmt öfter die Gelegenheit wahr, seine Meinung über den Zusammenhang des heiligen Textes zu äussern. Er benutzt bei diesem kritischen Geschäfte auch die Einleitungen von Eichhorn und Strack. Interessant ist sein Nachweis, dass ein alter rabbinischer Autor sich von der christlichen Kapiteleinteilung in seiner Erklärung des Hohenliedes irreführen lie&s (67). Freilich wird man auch F. nicht .zustimmen, wenn er ebenda die sinnlichen Ausdrücke des genannten Büchleins als Traumgesichte von der Braut fassen will. F. tritt für die Eliminierung der Kapiteleinteilung ein, die ohne Schaden bewerkstelligt werden kann. Er entwickelt 49- 50 seine Gründe, warum man die Kapitel der Bibel fahren lassen’ muss, während die stereotype Blattseite des Talmuds beibehalten werden soll. Bas Endergebnis lautet (p. 71): והסדרים שבמק״ג מספרם תס״ח 468 .וככר העירותי שאינם מיוחסים בהמסורת, ולא יועילו לנה ובהם כל החסרונות שבקפיטל ואינם שוים זל״ז... בכל זה טובים מן הקפיטלן ולחלק על פיהם, אין שווה לנה ולחלק על פי פרשיות אי אפשר מפני שהן קצרות מאד ... ולוא נדפס תנ״ך מתוקן לסופרים לכתוב ממנו עמוד על עמוד, הייתי סופר ומונה מספר העמודים עמוד פלוני פסוק פלוני אכל $ . , לזאת חלקתי לפרשיות פתיחות וככל כ״ד כתבי קדש, עלה תקס״ה או תמ״ה. Die ״P e t h i c h 01 h“ genannten neuen Kapitel, die F. konstruiert, beruhen auf den folgenden Prinzipien: 1) Die Wochenabschnitte der Thora werden nach ihrer Verszahl in je 2 oder 3 Pethichot geteilt. 2) Die offenen und geschlossenen Paraschen werden bei der neuen Aufteilung der Halacha gemäss berücksichtigt. 3) Berücksichtigung des Inhalts. 4) Kürzere Materien und Paraschen wurden zu einer Pethicha vereinigt. Die Pethichaliste (77—83) habe ich nicht geprüft, doch glaube ich nicht, dass eine solche Neuerung nötig sei. Denn dem religiösen Bedürfnis wird Genüge getan, wenn die offenen und geschlossenen Paraschen bezeichnet werden; dem exegetischen, wenn die Exegeten auf die Unbrauchbarkeit der üblichen Kapiteleinteilung aufmerksam gemacht werden, was übrigens einerseits überflüssig, anderseits von F. nunmehr nachdrücklicb&t geschehen ist; dem historischen (masoretischen), wenn die Sedarim vermerkt werden. Nach unserem Dafürhalten tut nur eine solche Ausgabe not, die sich auch in den behandelten Punkten, genau an die Masora hält, d. h. die offenen und geschlossenen Paraschen durch vorschriftsmässigen leeren Baum andeutet, die Sedarim-, Kapitel- und Verseeinteilung hingegen nur am Bande des Textes verzeichnet Man hätte dann eine hebräische Bibel vor Augen, wie sie vor der Erfindung des Buchdrucks zumindest ein Jahrtausend hindurch in Umlauf war. Sie würde sich, wenn man den Band ausser Acht lässt, bezüglich der äusseren Form zu einem 2000 Jahre alten Bibelexemplar so verhalten, wie ein Kodex zu einer Bolle. Es gab nämlich auch damals schon Sammelrollen, die die ganze heilige Schrift enthielten (Althebräisches Buchwesen 62 f.). Eine Zutat würden allerdings die Vokal- und Accentzeichen bilden. . Man könnte aber auch eine zweite bzw. erste Ausgabe veranstalten, die lediglich den Konsonantentext sine punctis und ohne Marginalzugaben enthielte. Ein solches Bibelexemplar würde dem exegetischen Studium ohne Zweifel vorzügliche Dienste leisten. Es wäre auch ein geeignetes Lehrmittel zur Einführung in das Lesen .unpunktierter Texte. Es wäre mit einem Worte eine Bibel sowohl für Gelehrte als für Studierende. Ich empfehle diese meine alte Idee bei dieser Gelegenheit allen beteiligten Kreisen. Wie die Kittelsche Biblia Hebraica, dürfte auch eine nach den hier skizzierten Prinzipien, veranstaltete neue Bibelausgabe Anklang finden.