Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XI (1907)
- Issue
- 3 (März-April 1907)
- Date
- 1907-03-01
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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weiche nie existiert hat and würde gerade das vom Äutdr verfolgte lobenswerte Ziel nicht erreichen. Ohne äqssere und innere, d. h. historische und sachliche Prüfung des noch vorhandenen Materials kann das Problem der offenen und geschlossenen Paraschen ebensowenig gelöst werden, wie jede andere masoretische Präge. Ich glaube diese meine Bedenken im Interesse der Sache, deren Wichtigkeit ich vollauf anerkenne, nicht verschweigen zu* dürfen. Ich vermisse bei Pinfer auch eine Auseinandersetzung über die Gesichtspunkte, die bei der in Präge stehenden Einteilung für die Alten massgebend waren. Von der Entstehungszeit will ich nicht sprechen, denn nach Pinfers Anschauung gibt es überhaupt keine historische Entwicklung. Während ich andere Teile des vorliegenden Buches für eine verwertbare Materialsammlung halte, muss ich dies für die (fragliche Liste leider in Abrede stellen, weil P. keinen detaillierten Quellennachweis gibt. Er erwähnt wohl die Kodices, die er benützt hat, manche werden auch, freilich mangelhaft, beschrieben, aber der Apparat fehlt, so dass man lediglich nur das weiss, worin die Mehrzahl der Handschriften übereinstimmt, aber nicht auch das, welche Handschriften dies sind. F. hat bei jeder einzelnen Parascha eine namenlose Abstimmung veranstaltet, wie diese in den alten Lehrhäusern oder in den neuen Parlamenten üblich ist. Ein zweiter Hauptpunkt unseres Buches bezieht sich auf die Sedarim, d. h. auf die Abteilung der biblischen Bücher in grössere Abschnitte, die man allgemein für die Wochenabschnitte des dreijährigen Cyclus hält. Pinfer widmet dieser Einteilung eine Studie von sieben Seiten (39—45). Nachdem er sie einer sachlichen Kritik unterzogen, behauptet er, sie habe mit der Masora nichts zu tun. Er drückt sich sehr schart aus: בצדק נקראו בלשון זכר כלשון המקרא צלמות ולא סדרים, אין לו יחס במסורת ולא נזכר בקדמונים ולדעתי הוא מעשה יחיה הדיוט מאחד העם, או חכם הדורש לעם רשם לו לעצמו מקום שהפסיק הימוד והדרוש ביום שלבניו במקרא או שחלק המקרא (בלא הגיון) לחלקים ושעורים להגות ולשנן המקרא בכל יום .... ואולי היו סדרים חרבה ושונים בכל העיר (p. 44). Was nun zunächst die Behauptung betrifft, dass die Sedarim den Alten unbekannt waren, genügt es auf die Pinfer wohlbekannten Stellen j. Sabb. 15 c; Soferim 16,10; Schocher Tob zu P8. 22, 4 hinzuweisen. An der ersten Stelle heisst es, Josua ben Levi habe in einem Agadabuch gefunden: מאה ושבעים וחמש פרשיות שכתוב בתורה דבר אמירה וצווי כנגד שנותיו של אבינו אברהם דכתיב לקחת מתנות באדם וכתיב האדם הגדול בענקים מאה וארבעים ושבעה מזמורות שכתוב בתהילים כנגד שנותיו של אבינו יעקב. Der Sinn dieser Agada ist, dass die 175 Abschnitte der Thora den 175 Jahren Abrahams entsprechen, was in Ps. 68,19 (du — Moses — empfingst Geschenke) d. h. die Abschnitte der Thora, באדם nach der Zahl der Jahre desjenigen, der Josua 14,15 אדם genannt wird, d. i. Abraham. Nun meint Pinfer (p. 31), dass nicht von der ganzen Thora, sondern nur von denjenigen Stellen die Rede ist, die durch אמה רבה צוה eingeleitet sind. Die Thora würde demnach aus zwei Teilen bestehen und gerade diejenige Partie, die die Lebensgeschichte Abrahams, Isaks und Jakobs erzählt, stünde zum überwiegenden Teile mit der in Rede stehenden Agada in keinem Zusammenhänge. F. geht von Sifra zu 1,1. aus: ...כל מה שהוא דבור מנין אף לאמיתת וצווין . . . לתן ריוח למשה להתבונן בין פרשה לפרשה בין ענין לענין והלא דברים קו״ח מה משה ששמע מפי הקב״ה ומדבר ברוח הקדוש צריך להתבונן בין ענין לענין ובין פרשה לפרשה כל שכן הדיוט הלומד מן ההדיוט. Gerade diese. Stelle widerlegt seine Behauptung, denn der Sifra kann doch nicht gemeint haben, dass man nur bei denjenigen Partien der