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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-03-01 · 3 (März-April 1907) · p. Seite 35

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XI (1907)
Issue
3 (März-April 1907)
Date
1907-03-01
Page
Seite 35 (sequence 3)
Language
German
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lind Geschichte der Masora. ]Bedeutung für Halacha und Agada. Vokale und Accente. Verseinteüung (6—BO). II Parascheneinteilung (31—38). III. Sedarim (39—45). IV. Kritik der Kapiteleinteilung (45—71). V. Neue Einteilung der ganzen Bibel nach ״Pethichoth“ (so nennt Verf. seine Kapiteleinteilung. Seite 77—83). VI. Offene und geschlossene Paraschen (84—101). VII. Einige Regeln für die Bibelschreiber (113—118). Liste der offenen und geschlossenen Paraschen in den Propheten und Hagiographen (120-155). Seite 72—76 bietet einige Tabellen und Listen, von denen noch die Rede sein wird; 102—112 verschiedene Bemerkungen, Schlussbetrachtung, Druckfehler, Liste der zitierten Autoren und Schriften. Den Hauptinhalt des Buches machen also Untersuchungen über die äussere Einteilung der biblischen Bücher, nebst einschlägigen Listen aus. Nur das erste Kapitel (5—30), das gleichsam eine allgemeine Einleitung bildet, bezieht sich auf andere Materien der Masora. Die Pethuchoth und Setumoth in den Propheten und Hagiographen, die zum ganzen Buche denAnstoss gegeben haben, stehen als Resultat am Ende. Diese übersichtlich geordnete Liste ist die reifste Frucht der Bemühungen des Verfassers. Er hat sie aus einer Vergleichung von etwa 70 Propheten und 25 Hagiographen» Kodices1) gewonnen, von denen er in Parma 40 selbst nach den Pa» raschen abgesucht hat. Ob er auch die von ihm p. 115 genannten alten Bibeldrucke benützt hat, erwähnt er nicht. Wo die Handschriften differierten, befolgte er das folgende Verfahren (Seite 116). Vermerke von 7 bis 8 Kodices. ignoriert er ganz, von 9 bis 13 vermerkt er durch קצת ספרים =) ק״ס), von 13 bis 20 durch שאר ספרים =) ש״ס). Er liess also nach rabbinischer Rechtsanschauung die Majorität entscheiden. Als Vorbild dienten ihm die alten Rabbinen, die bei differierenden Lesarten der drei Mu&terkodices nach der Majorität entschieden (siehe weiter unten). Die Schwächen dieses mechanischen Prinzips Hegen auf der Hand: es entscheidet eine Zufallsmajorität. Hat ja Finfer nicht aUe vorhandenen Zeugen verhört. Aber selbst wenn er dies getan hätte, wäre sein Verfahren nicht zu billigen, denn in der Masora müssen die Stimmen gewogen und nicht gezählt werden. Wenn 100 Hand- Schriften auf einen Archetypus zurückgehen, sind sie nur für einen einzigen Zeugen zu nehmen. Die Handschriften wären, wie ich es seiner Zeit dem Verfasser geraten habe (mein p. 108 abgedruckter Brief ist nur ein ,durch Druckfehler entstellter Auszug), vorerst nach den Ursprungsländern zu gruppieren gewesen, in spanische, orientalische und deutsche. Nachher hätte F. die einzelnen Gruppen nach der Fi- Hation untersuchen müssen und &He, die auf ein Original zurückgehen, nur als einen Zeugen zählen dürfen. Nach dieser Sichtung hätte er untersuchen müssen, welche Handschriften Musterkodices sind, weil diesen eine grössere Autorität zukommt. Auf Grund dieser unerläss» Hchen Vorarbeiten hätte F. feststellen können, oh es bezüglich der Pethuchoth und Setumoth zwischen den genannten drei Hauptgruppen Differenzen gibt. Diese etwaigen Differenzen wären in einer besonderen Liste aufzuführen gewesen. Bei dem auf ZufaU beruhenden eklektischen Verfahren, das F. befolgt hat, ist eine Liste zu Stande gekommen, die kein einzige^ Bibelkodex bietet. Eine Bibel» ausgabe mit den Pethuchot und Setumoth der Finfer'schen Liste würde also eine solche äussere Einteilung bieten, a) Seite 107 unt . Seite 113 sagt F., er habe 100 Handschriften gesehen*

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