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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-01-01 · 1 (Januar-Februar 1907) · p. Seite 27

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XI (1907)
Issue
1 (Januar-Februar 1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
German
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27 rufen und Zweifel än der Echtheit der Texte wecken. Die tragewohnlich grosse Anzahl von Parallelstellen aas den anderen bisher bekannten Traktaten des palästinensischen Talmuds — and es sind fast alle Tractate dabei vertreten — können an sieh nicht die Yerinutang hervorrufen, dass hier ein mit Hilfe dieser Stellen känstlieh combinierter Talmudtext vorliegt. Denn einerseits ist die Wiederholung grösserer oder kleinerer Stücke, manchmal ganzer Columnen, in verschiedenen Traktaten auch sonst eine hervorstechende Eigentümlichkeit der Redaktion des Jeruschalmi, andererseits ist die Masse der nicht aas solchen Parallelstellen bestehenden Texte der quantitativ überwiegende Teil der vorliegenden zwei neuen Jeruschalmi-Traktate. Aber auf -einige Stellen möchte ich hinweisen, die geeignet sind,, jenen Bedenken eine gewisse Berechtigung zu verleihend Zunächst was die Terminologie betrifft. In meiner Dar- Stellung der bibel- und traditionsexegetischen Terminologie der Amoräer, in der ich die Terminologie׳ des babylonischen Talmuds auch äusserlich von der der palästinensischen Quellen geschieden habe, konnten einige Schulausdrücke als nur in Babylonien gebräucblich festgestellt Werden; Solche Ausdrücke sind נמר (in der Bed. lernen), גרס (recitieren, hersagen, studieren), דייק (genau erwägen, interpretieren). In dem neuen Jeruschalmitexte finden sich die Ausdrücke. So Chullin 46a: (sic) תא אגמרייך; ib. 39b גמירין גמירי =) im bab. Talmud); ib. 54 a כבליי סכרי גמרן ולא נמרץ קרייא; ib. 51b ־;בבליי לא נמרץ מתניתא דר׳ חייא* Chullin 19 b ... הוון יתיבין וגרסץ הדא מתגיתא; ib. 69 b: רבי מנא דייק מתניתא. Man könnte nun allerdings sagen, dass aus den babylonischen Schulen der Gebrauch dieser Ausdrücke auch in die palästinensischen eingedrungen sei und Beispiele dafür sich zufällig nur im Jeruschalmi zu Chullin erhalten haben. Aber jeder Erklärung spottet die Anwendung des Wortes קבלה, welches Substantiv in der Traditionslitteratur bekanntlich nur die in den niChtpentateuchischen Büchern der heiligen Schrift enthaltene Tradition bezeichnet, also zum Hinweise auf eine Bibelstelle dient. In j. Chullin 62 b heisst es nun in Bezug auf das Verbot des Genusses von Geflügelfleisch mit Milch: ר׳ חגיי בשם ד ועירא מן הקבלה. Der Herausgeber bemerkt dazu:ולא ידעתי מקומו לפי שעה. Wo sollte es aber auch, einen Bibelvers geben, in dem איסור בשר עוף בחלב angedeutet wäre? Noch auffallender ist, dass diesem rätselhaften .Ausspruche die Frage folgt: ־,וכי למדין מן הקבלה und darauf die in j. Challa 52 b auf die gleiche Frage gegebene Antwort des Amora^ Simon; (ר׳ סימון). Nun aber ist diese Antwort nur in j. Challa am Platze, weil dort der als קבלה citierte Bibelvers Jes. 28,20 ist und in der .Antwort R. Simons der folgende V. 27

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