Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- X (1906)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 190 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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190 (Michael p. 379; vgl. auch Sambari ib. 1.10 und Conforte fol. 48b); Menabem b. Mose E., Verfasser des גל של אגוזים, ed. Belvedere ca. 1593 (Steinschneider 1. c.; vgl. auch Conforte fol. 42 a; Benjacobs. v., p. 9t5 nr. 126, und Jew. Encycl. s. v., V 55 a), und Nissim B. (Sambari ib. 1. 23). Also gehört auch Abraham Egozi, der Grossvater Davids, ohne Zweifel nach Konstantinopel. Ich glaube nun, dass die Identität des Verfassers der Homiiien mit David b. Netanel Carcassoni erwiesen ist und es sei noch auf folgende Einzelheit hingewiesen. In der Ozforder Handschrift gebraucht der Autor für seinen Namen die Abbreviatur ד״ק und dasselbe ist auch in demgenannten Responsum der Fall, wo die Antwort auf die Anfrage mit den Worten beginnt (זרע אנשים p. 108, 1. 6): תשובה אחר הד*ק היטב ראיתי'אנכי הרואה ובר. Da nun die Ozforder Handschrift jedenfalls ein Unicum ist, so würde es lohnend sein, aus ihr manche Details zu erfahren, die vielleicht ein näheres Licht auf den Verfasser und seine Umgebung zu werfen im Stande wären. Samuel PoznamM. Camerino, nicht Casirinö. In Steinschneiders Cat. Bodl. Col. 403, no. 2611 wird als einer der Drucker der Gebetsammlung סדור מברכה, Mantua 1653,ו) ein Noach Casirino genannt und dieser Name figuriert auch im Index der jüdischen Typographen, unter no. 9019, daselbst, als der eines Mantuaner Druckers. Schon im Sept. 1902 schrieb ich an Prof. Simonsen, dass sein wirklicher Name nicht קאשירינו (Casirino), sondern קאמיריבו (Camerino) sei. So steht deutlich in dem in meinem Besitze befindlichen Pergamentdruck dieses Buches. Der Familienname Camerino kommt übrigens unter unseren Stammesgenossen in Italien bis auf den heutigen Tag nicht selten vor. Ich würde aus dem kleinen Versehen (ש statt מ) nicht viel Aufhebens gemacht haben, wenn das fragliche Buch nicht die. einzige Quelle für den Namen unseres Typographen gewesen wäre. So aber halte ich es für eine literarische Pflicht, dem Manne zu dem ihm rechtmässig zukommenden Namen zu verhelfen. Der Umstand, dass der Fehler ein halbes Säkulum ohne Berichtigung fortexistieren konnte — noch im XII. Bande der Jewish Encyclopedia, Artikel Typography, p. 318, kehrt er wieder! — spricht für die grosse Seltenheit des Werkchens. Dr. Gfamt&r-Leipzig. Handschriftliches von Moses ihn Al-aschkar und Levi ibn Chabib. Zu den bedeutendsten.Geonim des 14.—16. Jahrhunderts gehören unstreitig die beiden genannten Autoritäten. Ihre Besponsenwerke, das eine gedruckt Sabionetta 1554, das andere Venedig 1565, legen beredtes Zeugnis von ihrer Grösse ab. Moses ibn Al-aschkar war lange Zeit Babbiner in Cairo. Gegen 1539—40, jedenfalls nach dem bekannten Semichah-Streite, der zwischen *) Collation: 88 Bll. kl. 8° (11 Bogen, signiert א—יא ä 8 Bll.). Mit poetischen Beiträgen von Mordechai Dato, Asaijah de’ Bossi, Samuel Marli, Samuel und Salomo Archevolti.