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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1906-07-01 · 4 (Juli-August 1906) · p. Seite 123

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
X (1906)
Issue
4 (Juli-August 1906)
Date
1906-07-01
Page
Seite 123 (sequence 27)
Language
German
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123 — vor dem '1680 ׳צז״ in einem Bande ohne Titel vorhanden. Ebenso ist in Cc ß 91, in dem ׳ זכרון לר׳ יצחק מעזריטשö (?Krakau) שנ״ט, ein סדור in Raschischrift (meines Wissens ein Unicum) vorhanden. Während aber Bassista auch Tischlieder etc. (u. A. von Sal. Singer) bringt, enthält der סדור von Meseritsch nur die Gebettexte. Auch der קיצור של״ה hat einen סדור ohne Punktation vorgebunden. Es scheint dies für die die Jahrmärkte besuchenden Kunden berechnet gewesen za sein, da. der jüd. Buchhandel zu jener Zeit nur einen ״fliegenden .Verschleiss“ kannte.1) Gleichzeitig gestatte ich mir die ganz ergebene Mitteilung, dass ich nächstes Jahr die מנהגים des R. Sal. Wint nach der Münchener Handschrift herausgeben werde, wo ich im Schlusswort Mestre, Trevis u. Lombardia lese (nicht Mainz, Trier). . Königsberg, Ed. Birnbaum. (Zu n. 71, vgl. oben S. 94) Nicht ein ״Rechenfehler“, sondern eine unrichtige Berechnung der Aera der Zerstörung war der Gegenstand meiner Miscelle N. 71 S. 154 (wo lies Hebr. Bibliogr. 111, 150; zu Letterbode XII, 80 kommt mein ms. 20 und Halberstam 234, auch bei Hirschfeld 454 ohne Namen, obwohl HB. citirt ist) insofern Herr Krauss das Datum 1380 mit 1450 berechnet. Ich hätte allerdings bemerken sollen, dass nach seiner Ansicht Jona Rapa entweder jene Stelle nicht selbst geschrieben oder nur zitiert hat. Weitere Austeilungen habe ich nicht gemacht, welche mit dieser Berichtigung ״entfallen“ sollten. 99. (Jmmanuel b. Salomo’s מחכמת charakterisiert von Franz Delitzsch.) ״Der Schlussteil der Machberoth, welcher eine Durch- Wanderung der Hölle und des Paradieses beschreibt, ist durchaus ein Spiegelbild der Divina Commedia, fantasiereich in Abbildung der jenseitigen Strafen und Belohnungen, schaurig realistisch in Aufdeckung der unter den Zeitgenossen und besonders den jüdisehen Notabein grassierenden Laster, bewunderungswürdig in Bemeisterung der biblischen. Sprache, die er sich zu jederlei Zweck dienstbar macht, . unerschöpflich in treffenden Sentenzen, sinnigen Anspielungen, überraschenden Reimen, uneqtstellt durch exclusiv jüdische Engherzigkeit — aber es fehlt dieser Schilderung der Hölle und des Paradieses die mystische Weihe und der tiefe Ernst des Werkes Dante’s; man wird den Eindruck nicht los, dass der Dichter wie ein Kunstfeuerwerker die Raketen und Leuchtkugeln seiner Erfindungsgabe und Reimkunst steigen lässt, mehr um selber zu leuchten als am zu beleuchten, zumal wenn man die dem Schlussteil vorausgehenden 27 Gesänge kennt, welche sich in so witzelnder, burlesker und teilweise schlüpferig erotischer Manier ge- *) Ygl. auch die Bemerkung yon Porges auf S. 127.

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