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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1906-05-01 · 3 (Mai-Juni 1906) · p. Seite 68

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
X (1906)
Issue
3 (Mai-Juni 1906)
Date
1906-05-01
Page
Seite 68 (sequence 4)
Language
German
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68 sonst ein grosses Ansehen genossen hat. Sodann werden die von ihm erhaltenen Responsen abgedruckt und erklärt. Zu den einleitenden Bemerkungen über die letzten Jahre dor Akademien in Sura und Pumbadita und über die materielle Not, in der sie sich befunden haben, ist jetzt noch das interessante Geniza-Fragment ed. Co wiej (JQR XVIII, 401—403; cf. ib. p. 768—770) zu vergleichen, das noch einer näheren Beleuchtung bedarf. — David Kahana edirt hie? von neuem, u. d. T. שאלות עתיקות (V, 6—42), das von Schechter in JQR XIH, 346 ff. veröffentlichte Geniza- Fragment, das er ״The Oldest Collection of Bible Difficulties, by a Jewa benannt und das dann noch von Bacher (JQR ib. 741—745), von mir (ib. 746—748) und von Porges (ib. XIV, 129—133) untersucht und von Seligsohn (REJ 46, 99 122) ins Französische übersetzt worden ist (diese Uebersetzung blieb K. unbekannt). Gegen Porges hält nun X. dieses Fragment für vorsaadjanisch und für das Werk eines häretischen Bibelkritikers, indem er auf solche Wendungen, wie הוסיף שלשים הדעת לבלבל u. ähnl hinweist. Dieser letzte Punkt darf in der Tat, wenn auch die Ansicht Porges* 1 allgemeine Zustimmung gefunden hat, als noch nicht ganz erledigt gelten, dagegen steht die nachsaadjanische Abfassungszeit jetzt ausser Zweifel. So vor Allen wegen der hier erwähnten Würde eines שלישי (d. h. eines Dritten im Range nach dem Gaon), die erst in der palästinensischen Hochschule im XL Jahrh. aufgekommen ist (s. JQR XV, 83 u. REJ 48,152). Dann weist meines Erachtens auf die nachsaadjanische Zeit noch der Passu3 am Schluss des Fragments hin, wo der unbekannte Autor sagt: . ..עד קראתי המקרא מראש ועד תומו . . . לשון קדושה וכן ד^עז בניאומים וכל,. Er las also die Bibel im Text und in einer Uebersetzung, wprunter wohl die Saadja’s zu verstehen sei, da keine andere vor ihm bekannt ist1). (Demnach durfte er auch den Ausdruck יסוד für Wurzelbuchstaben, anf den ich JQR XIII, 749 ob. aufmerksam gemacht habe, Saadja entnommen haben). K4 hat nun den Text nach Reimen geordnet, mit Punktation versehen und auch manche Emendationen gemacht, wozu aber zu bemerken ist: p. 15 ist Anm. 15 ausgefallen: ib. Z. 13 passt אלהיס nicht zum Beim und ist mit Seligsohn zu ergänzen בפסוקים; p. 16, Z. 16 נעוה .1 נעלה; p. 17, Z 2 v. u. קרת .1 ן5ית) (auch sonst sind viele Worte falsch punktirt); p. 19, Z. 7 הגרים ist mit Seligsohn in התרים zu verbessern; ib. 1. Z. תעית .1 טעות; p. 22 ist nach Z. 7 und 9 je eine Zeile ausgefallen; p. 23, Z. 9 ist nicht angegeben, dass das Original שכל מבינים אמרי האזינו lautet (auch sonst ist Manches emendirt, ohne jede Bernerkung); ib. Z. 2 v. u. besser mit Seligsohn לא הזהיר anst. להזהיר; p. 25, 1. Z. לנו עיט, wofür im Original 1) למעינו einfach לעינו); p. 27, Z. 6—7 gehört ... ברו noch zu Z. 6, da der Reim רים lautet; ib Z. 4 v. u. ergänze [הציב [לו; p 29, Z. 14 1 ח:קריה. gemeint ist Zach. 14,16; p. 31, Z. 12 לבם *.1 להם; ib. Z. 14 gehört היורי זקים zur folgenden 1J Zwar soll nach Mas'üdi (Kitäb al-Tanbih, ed. de Goeje, p. 113) schon 1Abu Kathir Jabja b Z&karja, ein Lehrer Saadja’s, die Bibel ins Arabische übersetzt haben, aber die Existenz dieser Uebersetzung ist sonst nicht bezeugt (vgl. Steinsebn., Die arab. Liter, d. Juden, §23). Interessant ist auch, dass man schon zur Zeit Natronai b. Hilai’s die Pentateuch-Vorlesungen mit einer arab. Uebersetzung begleitete (s. סדור רב עמרם, p. 29 a: לכן אמר רב נמרונאי גאון אלו שאין מתרגמין ואומרים אין אנו צריכין לתרגם תרמם רבנן אלא בלשון ש^בו בלשון שהצבור מתרגמין אין יוצאין ידי חובתן וכר), was aber ebenfalls nicht auf die Existenz einer schriftlich* fixirten Uebersetzung mit Notwendigkeit hinweist.

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