Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- X (1906)
- Issue
- 1/2 (Januar-Februar 1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Flüchtigkeitsfehler Modena’s im Schreiben, aber keineswegs Eigentümlicbkeiten seiner Schreibweise gewesen. Uebrigens sind auch sonst sehr häufig Verwechselungen von ו und י im hebräischen. Texte zu finden, bei denen jede Möglichkeit eine sprachliche Ungenauigkeit Modena’s darin zu erblicken völlig ausgeschlossen ist, so z. B. 40,2 v. u. וישלוי st. 8 לקוים 1 ,67 ,ויעליוt. לעוין 97,17 ,לקיום st. 157,3 ,לעיון v. u. בעוין st. בעיון und 186,1 סיגום st. סיגים. Unbegreiflich ist es, dass der Herausgeber zu dem letzterwähnten Beispiele bemerkt: [בן בוי״ו], als hätte der Verf den FL סיגים, der noch dazu zu dem vorhergehenden שריגים den Reim bildet, wirklich סיגום schreiben wollen. Nicht anders aber verhält es sich mit dom übrigen, das angeblich von Modena selbst ungrammatisch und eigentümlich unrichtig geschrieben sein soll. פקפוק, nicht פוקפוק findet sich übrigens N. 194, Z 6. — Zu 16,11 v. u. Der biblisch-talmudische Musivstil ist schon im XIL Jahrh. von Rabbenu Tarn, Elieser b. Natan und anderen angewendet werden. — 17, 6 v. u. und letzte Z. muss es wohl statt des damals unmöglichen Namens ״Priamo“ heissen ״Primo“. Der Wortwitz mit פחמו ist darum nicht weniger statthaft gewesen, da derartige Witze sich nicht sowohl an den genauen Wortklang als vielmehr an die geschriebene Wortform anzulehnen brauchten, was sogar in dem Echogedicht H 30,16 auffällt, wo לעובדיו das Echo von שלאחריו bildet. 17 1. Z. st. dreizehn 1. vierzehn. 20, Anm. 2. Der Sinn der bebr. Worte ist: Gott ist gütig auch gegen seine Widersacher, sie (aber) werden ihn nicht sehen. Ja, Abraham ist hei Gott, dem Allmächtigen, bis der Prophet Elias kommt, (was) schnellstens (geschehe), Amen. 21, 4 st. בשלום das nicht richtig sein kann,, ist wohl בן שלום oder ך שלום zu lesen. — Zu S. 25 u. meine ich, dass נברתי hier nur Nichte, nicht Enkelin bedeuten kann. 31,11 ist die Angabe, dass spanische Juden ihn um sein Vermögen gebracht, zu berichtigen. Im hebräischen Text von N. 42 ist nicht von. spanischen Juden, sondern nur von Spaniern die Rede. 31,23 st. von den Zöllnern 1. voii den Steuerbeamten oder von den Zollbeamten. 33,5 kann ich ש״ת י״ש zwar auch nicht entziffern, glaube aber, dass st. י״ש zu lesen ist: יצ״ו, da Modena die Hinzufügnng dieser Eulogie fast nirgends unterlässt. Das. 23 ff. (N. 63) st. 10 Litra Wein 4 Zechinen muss es heissen: 4 Sechie Wein 10 Lire. Im hebr, Text S. 60 heisst es: 'היין י ליט׳ ד׳ סיקיי* wo ליט׳ die Münze, סיקיי, das nicht zu emendieren ist, das Maass bedeutet. Zu 34,20. אי״ם kann nicht in אריה יהודה ממודינא aufgelöst werden, weil er immer nur יהודה אריה ממודינא unterschrieb und der Abkürzung יא״ם sich bediente. Wenn aber hier אני יהודה מטודינא zu lesen ist, dann ist die Unterschrift nicht auf den Briefschreiber sondern auf den Verfasser dos Briefes zu beziehen. 36,10 st. Jakob 1. Israel b. Jakob Juda und für Montikir möchte ich Monte lesen da ich statt מונטיקיר im hebr. Texte מונטי יצ״ו vermute. Eine Familie מונטי hat es in Prag gegeben, s. Kaufmann-Hock, Familien Prags, S. 202. ־— Zu 41,16. Der rote Hut auf dem Kopfe eines zum Tode durch den Strang verurteilten hatte mit dem für die Juden vorgeschriebenen gelben Hut nichts zu schaffen. Zu 42, 7. Es handelt sich hier ohne Zweifel um Pelzfutter, da in demselben Briefe von grosser Kälte die Redie ist. 43,2 muss es statt ״eine seiner . . . Handschriften“ heissen: rdie Abschrift einer seiner . . , Handschriften. Auch der folgende Satz ist nicht ganz richtig. Der Sinn des hebräischen Textes ist, der Empfänger des Briefes solle übrigens seines gegebenen Versprechens eingedenk bleiben, auch nicht einen Buchstaben der bei ihm verpfändeten Handschriften Leos zu kopieren. Auf keinen Fall dürfe er so wider-