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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1905-07-01 · 4 (Juli-August 1905) · p. Seite 106

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IX (1905)
Issue
4 (Juli-August 1905)
Date
1905-07-01
Page
Seite 106 (sequence 10)
Language
German
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106 weder verneinen noch bejahen. Jedenfalls aber lag ihm die Haggada vor (vgl. fol. 83 b unten und 85 b Mitte), aus der die fragliche Stelle über das Eintauchen der Mazza in Haroset stammt, und der Widerspruch zwischen der Angabe Abudrahims und derjenigen der. Oxforder Handschrift ist nur dadurch zu erklären, dass wir in diesem Falle zwei verschiedene Rezensionen des Siddur vor uns haben. Es mögen hier noch einige Bemerkungen zu den Notizen aus dem Siddur folgen. (S. 13) למשומדים statt למינים oder למלשינים ist auch die Lesart des Minhag Romania, der auch darin mit Saadia übereinstimmt, dass er עושה שלום (S. 14) auslässt, wie es auch der Siddur R. Amram tut. — Der Passus עשה למען (S. 14) fehlt auch in Mafizor Romi. —• Die Einschaltung רצה והנחיל לבניהם, die Saadia scharf tadelt, stand im Siddur R. Amram (Tut 268; Juda b. Barzilai 174 ם, העתים), findet י sich , aber nicht im gedruckten Texte desselben. In einem Cambridger Genizahfragment fand ich das Responsum eines .Schülers von Judai Gaon, der gleichfalls gegen die Einschaltung von . . . רצה polemisiert. — (S. 16). Die Beracha vor ש״ע beim Abendgebet lautet in Tanja nicht anders, als im gewöhnlichen Minhag Romi, und ähnlich hat auch M. Romania: . . . מלך משובה ומפואר חי וקיים. — (S. 16) Bezüglich ברוך שאמר ist zu bemerken, dass M. Romania zwei Rezensionen von diesem Gebete hat; eine längere, ähnlich der Leseart des M. Yemen für Sabbat und die Feiertage, und eine kürzere, identisch mit M. Aschkenaz für Wochentage. Diese kürzere Fassung ist bei Saadia noch mehr verkürzt für die Wochentage, während an שויו״ט die längere Form sich, erhalten hat. — (S. 17) Wie ich schon oben bemerkt habe, kennt auch Maimonides die Yerse . . מי א׳ כמוך in ובא לציון, und ich möchte noch hinzufügen, dass auch in M. Romania diese Yerse sich finden. — Dass der Priestersegen auch an Wochentagen gesprochen wird, ist nicht neu, da dies in alter Zeit überall der Brauch war und noch im sechzehnten Jahrhundert war dies der Minhag in Palästina und Aegypten (vgl. Caro zu Tur Orafi Hajjim 129). Es sei bei dieser Gelegenheit jedoch bemerkt, dass der bei den Amsterdamer Sephardim übliche Minhag, an jedem Sabbat den Priestersegen auszusprechen, Verhältnismassig jüngeren Ursprungs ist. Er datiert aus derZeit des Schabbatai Zebi, als man in Amsterdam die baldige Rückkehr nach Palästina erwartete und man daher den Priestern Gelegenheit gab, für ihren Dienst sich vorzubereiten. Der Wilnaer Gaon hat gleichfalls in seiner Synagoge den täglichen Priestersegen eingeführt. Ebensowenig bemerkenswert ist die Behauptung Saadias, dass ein Priester, nachdem er in einer Gemeinde den Segen gesprochen hat, dies auch bei einer zweiten und dritten Gemeinde tun darf. Diese Behauptung findet sich im Talmud (Rosch Ha-Schanah 28 b) und bei allen Codificatoren. — (S. 23) Dass das Gebet תשתלח אסותא für die Mutter nur durch Yersehen des Schreibers ausgelassen ist, dürfte kaum die Wahrheit treffen. Abudrahim kennt gleichfalls nur das Gebet für das Kind, aber nicht für die Mutter (fol. 183 a), und er fügt noch hinzu ובסדר רב עמרם ורב׳ סעדיה כתוב. Demnach war das ursprüngliche Gebet nur für das Kind, und erst in späterer Zeit wurde nach demselben Muster ein Gebet für die Mutter hinzugefügt. — (S. 24) Bondis Zweifel über die Identität der Beracha אשר יצר את הילד bei Saadia mit der aus den ראשונים bekannten Beracha אשר קדש, wird von Abudrahim gelöst, der (fol. 134b) ausdrücklich bemerkt: ובסדר רב׳ סעדיה מצאתי כתוב במקום אשר קדש עובר אשר יצר עוב׳. — (S. 26) Bezüglich der Beracha נחם im Trauerhause wäre auf Abudrahim (fol. 138 a) zu verweisen, der diese Worte Saadias verbatim anführt, —־

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