Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 4 (Juli-August 1905)
- Date
- 1905-07-01
- Page
- Seite 107 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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107 — (S. 27) Was Saadja über die Beracha שהשמחה במעונו sagt, ist wörtlich dem Talmud (Ketubot 8 a) entnommen und wird von allen Codificatoren erwähnt. — (S. 27) Die Verkürzung der Beracha השכיבנו am Sabbat ist Minhag Sepharad, vgl. Abudrahim fol. 68 a. — (S. 88) Der Zusatz nach ולא נתן לנו אח ממונם findet sich auch in der Haggada Minhag Bagdad. — (S. 84) Das Fehlen von נשמת in der Haggada ist nicht auffallend, da es sowohl im Siddur R. Amram wie auch in Machzor Komi und Sepharad fehlt. Erst die späteren sephardischen Haggadot, beeinflust durch die Entscheidung des Schülban ‘Aruch haben נשמת aufgenommen. — (S. 87—38) Das Responsum Hai’s über MusafRosch ha-Schanah habe ich in einem Genizahfragment gefunden und wird demnächst in der Jewish Quart. Review erscheinen. — (S. 37) Dass nur in den Städten Palästinas die Megilla unter Umständen an zwei Tagen gelesen wird, ist eine Ansicht, die nicht allein von Saadia vertreten wird; vgl. Caro zu Tur Orafi Hajjim 688. — (S. 38) Rosch wieAbudarhim erwähnen die Ansicht Saadia’s, wonach über das Tauchbad עיוה״כ Beracha zu sprechen sei.—(S. 88) In der Benennung פסוק für die עבודה bedeutet פסוק Einschnitt, ursprünglich ״Abschnitt“, nämlich die Stelle der Tefillah, an der man einen Abschnitt machte um die Aboda zu rezitieren. Der Name stammt aus der Zeit, wo die Aboda der einzige Pijjut war und die Tefillah keine Einschübe kannte.—(S. 89) Bei Maimonides lautet die Einschaltung am neunten Ab gleichfalls רחם, nicht נחם, und auch darin stimmen Saadia und Maimonides überein, dass bei beiden die Beracha mit בנה ירושלים schliesst, wie es auch in M. Romi der Fall ist. In M. Romania liest man folgende Bemerkung: נהגו לומר בערבית ובשחרית רחם ובמנחה נחם אחר שקראו הנחמות; Siddur R. Amram kennt nur דחם, während Abudarhim bei Amram und Saadia נחם gelesen zu haben scheint, wie aus seiner Bemerkung fol. 96 b zu ersehen ist. — L. Ginzberg (New-York)]. C0RN1LL, C. H., Einleitung in die kanonischen Bücher des Alten Testaments. 5. völlig neu gearb. Aufl. der ״Einleitung in das Alte Testament“. (= Grundriss der theologischen Wissenschaften, II. TI. 1. Bd.) Tübingen, J. C. B. Mohr, 1905. XVI, 349 S. 8°. M. 5.— DESSADER, E., Die jüdische Geschichte im Zeitbilde grosser Kulturstufen. Für höhere Schulen u. zur'Selbstbelebrung dargestellt. Frankfurt a. M., J. Kauffmann, 1905. VII, 104 S. 8°. M. 1,20. DOCTOR, M.f Abram. Jugendgeschichte des Erzvaters Abraham nach der talmudischen Sage. Frankfurt a. M., J. Kauffmann, 1905. V, 62 S. 8°. M. 1.— EPPENSTEIN, S., üebersicht über die hebräisch-arabische Sprach- Vergleichung bei den jüdischen Autoren des Mittelalters, mit besonderer Beziehung auf die Geschichte der Exegese. [Aus: ״Jahrbuch der jüd.-lit» Gesellschaft“.] Frankfurt a. M., J. Kauffmann, 1905. 31 S. 8°. M. 1,25. FEYERABEND, K., Taschenwörterbuch der hebräischen und deutsehen Spräche zu den gelesensten Teilen des Alten Testaments,