Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 2 (März-April 1905)
- Date
- 1905-03-01
- Page
- Seite 51 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Uebersetzer kann nicht, wie das Schiller-Szinessy (Gatalog Cambridge 1,207) ohne weiteres annimmt, Isaak Akrisch gewesen sein, denn dann hätte er diesen Anteil an der Edition von Saadja’s Kommentar zum Hohenliede in seiner Einleitung zu dem Sammelbändchen nicht verschwiegen; auch hätte er ein Wort über den Koheleth-Kommentar gesagt. Ueber die Vorlage seiner Edition sagt Akrisch nur Folgendes: Er bekam einen Codex zur Hand, in dem acht Kommentare zum Hohenliede enthalten waren, und zwar die von Joseph Caspi, Abraham Levi (d. i. Abraham b. Isaak ha-Levi, s. Salleld, Das Hohelied Salomo’s, S. 113), שאר ישוב (d. i. der Komm. Jakob Frovinciali’s, wie Akrisch dann selbst auf Grund einer von ihm gefundenen Notiz angibt), Esra (d. i. Asriel, s. Salfeld,S. 103), Saadja Gaon, Samuel Vivas (ביבש), Schemarja Ikriti (s. Salfeld, S. 94), Moses Ibn Chalawa (wie Akrisch in Damascus hörte, war das ein Enkel ßachja b. Aschers, s. Steinschneider, Cat. Bodl., Col. 777). Von diesen in einem Codex Vereinigten acht Kommentaren (בספר א׳ שהיו בו ח׳ פרושים על שיר השירים) wählte Akrisch die an erster, dritter und fünfter Stelle genannten und gab sie — in derselben Reihenfolge — in dem genannten Bändchen unter dem Gesamttitel שלשה פרושים heraus. Davon, dass er Saadjas Kommentar erst in’s Hebräische übersetzt habe, sagt er kein Wort; er fand ihn also in jenem Codex schon in der vorliegenden üebersetzung. Der eben angeführte Bericht Akrisch’s zeigt noch, dass er nicht etwa die jetzt in der Bodleyana befindliche Handschrift des Hohenliedkommentars zur Vorlage hatte; diese entstand übrigens fast gleichzeitig mit dem Drucke Akrisch’s. Die Nachschrift zum Hohenlied-Kommentare (welche ich nur nach dem Abdrucke bei Dukes und nicht aus der Editio princeps citieren kann, weil in dem mir von der Bibliothek der Isr. Theol. Lehranstalt in Wien gütig zur Verfügung gestellten Exemplare das letzte Blatt fehlt) zeigt übrigens in der Handschrift der Bodleyana einige Abweichungen von dem Texte bei Akrisch (so hat dieser: פירוש ר׳ סעדיה גאון על מגלת שיר השירים, Bodl. hat של statt על; Akrisch hat: לאיש חסר חכמת לשק ערב כמוני, Bodl. verunstaltet das zu: לאיש חסר חכמה כמוני לשק ערב; Akrisch: וכל זה, Bodl. ווה הכל), und dieselben Abweichungen im Texte der Nachschrift finden sich auch bei Fränkel, was den engen Zusammenhang seiner handschriftlichen Vorlage mit Cod. Bodl. 359 bestätigt. Da die acht Kommentare zum Hohenliede, unter denen Akrisch auch den Saadja’s Namen führenden vorfand, zumeist aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen, kann man den Saadja’scben Kommentar in seinem hebräischen Gewände etwa dem 14., spätestens dem 15. Jahrhundert zuschreiben. Die Angaben des Nachwortes