Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 2 (März-April 1905)
- Date
- 1905-03-01
- Page
- Seite 47 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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47 prüfet er mit seinen schwungvollen Worten Benjamin Wolf Berlin, der ihm zu dieser Ausgabe einen Zuschuss gewährt hat. Ausgelassen sind folglich die Worte, die davon sprechen, dass er ganz weggereist sei und anderes umgeschrieben (jetzt ותרב משאת בדמץ statt des מסעות, wie oben citiert). Dann kommt der jüngere, auch noch lebende, Bruder Isaac an die Beihe und endlich die von neuem mit vielen Worten gepriesenen Eltern Isaac Berlin und Merle. Nachdem also jetzt die Existenz nicht nur von Isaac b. Juda Berlin (den ich der Kürze wegen Isaac Berlin I nennen werde), sondern auch von seinen Söhnen Benjamin Wolf und Isaac Berlin II festgestellt ist, kann auch weiteres über sie aufgefunden werden. Wir wissen längst aus PrankFs Wiener Grabschriften No. 401, dass die 1748 verstorbene Fradche, die Ehefrau Samuel Simon Pressburgs, die Tochter eines Isaac Berlin war (;בת הק המ׳ התלתי‘ מרה א״צק מברלץ הטרה)°). Offenbar ist dies Isaac Berlin I, und wir verstehen, was Salomon b. Jakob mit seinem oben citierten שם משמעון ומשמואל meinte. Wäre noch ein Zweifel an der Identität vorhanden, dient zu dessen Beseitigung, dass eine Tochter Samuel Pressburgs den Namen Ester führte,7) also wie die berühmte Urgrossmutter, und eine andere Merle hiess, wie die jetzt uns bekannte Grossmutter.8) War somit eine Tochter Isaac Berlins in die finanziell hervorragende Familie Pressburg getreten, heiratete eine andere einen Mann der besonderen Frömmigkeit und Gelehrsamkeit und wurde die Mutter eines Talmudisten eigener Art. Judith, die Namensträgerin ihrer Urgrossmutter, Jüttel Schulhofs, der Mutter der ״Liebmannin“, würde die Frau des von seinen Zeitgenossen hochgeschätzten Löb Berlin, des Sohnes des einstigen Wanderpredigers Mordechai Mochiach (selbst auch Löb Mochiach genannt).9) ׳Von den Kindern, die aus dieser Ehe hervorgingen10), nenne ich ausser dem glänzenden Talmudforscher Jesaja Berlin, seiner gelehrten Schwester Kröndel •) Kaufmann 1. c. S. 39 Amn. 8 macht auf die Verwischung des Akrostichons aufmerksam. Wenn man aber von בתי (Z. 6) an in zwei Kolumnen schreibt (vergl. Kaufmann 1. c. S. 79 Anm. 1), bekommt man rechts בת מה/,ר יצחק ברלין ז׳׳ל (indem am Ende זלה für ולה zu lesen ist) links אשת ה״ר שמואל סרעשבורג. Letzteres schon fast richtig bei Kaufmann.?) Ahnensaal S. 110 u. S. 289. •) Wiener Grabinschriften ed. Frankl. No. 493; vgl. Ahnensaal S. 9 Anmerkung 4. *) S. Weisz, 30 ,1900 אבני בית היוצרb, nach Jesaja Berlin’s Vorrede zu יש סדר^למשבה. Sowohl Mordechai als Löb Mochiach sind in Pressburg beerdigt; sf ausser der genannten Schrift noch Al. Büchler in Kaufmann- Gedenkbuch S. 461 ff. 10) S. Berliner in s. Magazin VI, S. 68.