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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1905-03-01 · 2 (März-April 1905) · p. Seite 46

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IX (1905)
Issue
2 (März-April 1905)
Date
1905-03-01
Page
Seite 46 (sequence 14)
Language
German
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46 darauf in sehr schwungvollen Worten von Isaae Berlins Sohn Benjamin (Wolf), der weit weggereist sei, so dass er den besonders gelehrten und sehr hochgestellten Mann nicht wieder gesehen hat. (ואחד יצא מאתנו ולא ראיתיו עד הנה ונהירין ליה שבילי דנהר דע״ה . . . ותרב מסעות.בנימין... תורה וגדולה כאחד וכה). Er fleht in heissen Ausdrücken für seinen bei der Regierung so einflussreichen einstigen Schüler .(קדם מלבא עייל ברישא בקרב ישראל . . . וואלף בהקעין ד איצק ברלין זצ״ל) Im weiteren Ausmalen der Herrlichkeit der Verwandtschaft heisst es u. a. ומציגו שם קמץ משם גדול שם משמעון ומשמואל, wodurch, wie bald zu ersehen, vermutlich auf Simon Pressburg (= Simon Michel) und seinen Sohn Samuel Pressburg (— Samuel Simon) angespielt wird5). Der Verfasser führt uns nun weiter nach Nym wegen, wo Bendet Cleve, nach Hannöver, wo Michael Levy, und endlich nach Amsterdam, seinem jetzigen Aufenthaltsort, wo Calman Renz sich seiner angenommen haben. Dann erzählt er aber, wie er zu seiner grossen Freude erlebt hat, dass aus weiter Ferne nach Amsterdam sich begab, und zwar zum ersten Mal in seinem Leben, der gelehrte und reiche Isaae, Sohn des Isaae Berlin מכירי התורני הגביר הקצין האלוף הדד איצק נר״ו בן הקצין מוהר״ר איצק ברלין זצ״ל. Die alte Liebe ergiesst sich auch über diesen Sohn seines verstorbenen Wohltäters, geboren, wie aus dem Namen zu ersehen, nach dem Tode seines Vaters; doch ist offenbar die weltliche Stellung des Isaae gar nicht zu vergleichen mit derjenigen, welche der Bruder einnimmt. Diese Vorrede liegt noch durch die besonderen Verlags- Verhältnisse in Amsterdam zu jener Zeit, wo die Officin Proops und die Druckerei Herz Rofe’s immerfort konkurrierten, in einer zweiten Redaktion vor. Kaum war nämlich die 15 jährige Schutzzeit, welche die Rabbiner für. die' genannte Ausgabe des עין יעקב bewilligt hatten,, abgelaufen, als die Erben des Salomon Proops eine Edition, mit denselben Beigaben wie jene vermehrt, auf den Markt warfen. Allerdings keine selbständige neue Ausgabe. Der Verlag hatte noch Exemplare auf Lager von der Oktavausgabe, die Salomon Proops 1725 gedruckt hatte; die Beigaben unseres Salomon b. Jakob wurden als Separatheft diesen Exemplaren beigebunden und ein neues Titelblatt mit der Jahreszahl 5514 angeheftet. Man findet also hier ganz widersinnig die ca. 30 Jahre alten Approbationen und das Colophon, in welchem der verstorbene Salomon Proops sein Geschäft empfiehlt. Nur die Vorrede S. b. Jacob’s zu seinen Beigaben ist umredigiert, und die allermeisten der Namen der längst verstorbenen Persönlichkeiten sind weggelassen. Aber noch immer *) Ausführlich spricht Kaufmann über diese Familie in seinem ״Aus Heinrich Heine’s Ahnensaal“ 1896, Kap. I. .

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