Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 2 (März-April 1905)
- Date
- 1905-03-01
- Page
- Seite 48 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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— .48 (drittel* Frau Jechiel Pressburgs, des Bruders des oben genannten Samuels, und als. Witwe mit Josef Steinhart vermählt), ihrer Schwester Merle, Namensträgerin der Grössmutter, aus deren Ehe mit dem Mannheimer Rabbiner Hirsch Katzenellenbogen wiederum eine Judith hervorging, nur noch den als Rabbiner der Dreigemeinden Altona-Hamburg-Wandsbeck verstorbenen David Berlin. Durch den Wunsch des Enkels, in der Nähe des Muttervaters beerdigt zu werden, wissen wir, dass Isak b. Juda Berlin, Vorsteher in jenen Dreigemeinden, der am 3. Ellul 3471 die letzte Ruhe fand, unser Isak Liebmann ist.11) Vielleicht haben die bekannten Synagogenstreitig־ keiten in Berlin den Sohn Jost Liebmanns nach der Stadt getrieben, wo einst die hervorragenden Fähigkeiten seines Vaters sich entfaltet hatten. Da Isak Berlin also schon 1711 verschied, kann er nicht der Schwiegervater Samuel Pressburgs sein, der 1735 mit diesem und mit dessen Bruder Jechiel nach Düsseldorf kam, wie Kaufmann (Aus Heinrich Heines Ahnensaal S. 38) schreibt. In der Tat besagt Kaufmanns Quelle, Simon von Geldern, der Neffe Samuels und Jechiels, auch etwas ganz anderes (und Kaufmann lässt vielleicht darum S. 104, wo die Episode wiederholt wird, ״Schwiegervater“ ganz weg). Von Geldern berichtet nämlich (Ahnensaal S. 285—86) אדוני דוד' הקצין ר׳ שמואל• פרעשבורג . . . הלך עמנו ... עם כל חברותו דהיינו אדוני דודי הקצין ר׳ יחיאל פ״ב ע״ה ובנו ח יצהק ברלין, also wäre Isaac Berlin H, wenn kein Schreibfehler vorliegt, der (Stief-)Sohn des Jechiel Pressbürg. Jechiel war, wie schon oben erwähnt, 3 Mal verheiratet. Zwei von seinen Frauen kennen wir,12) vielleicht war er zuerst mit Merle, der Witwe Isaac Berlins 1, verheiratet. — Von Geldern spricht auch sonst von Isaac Berlin II, der seinem unstäten Verwandten beisteht. Dadurch erfahren wir, dass er sich 1750^in Venedig aufhielt, wo er Simon bei sich beherbergte (Ahnensaal S. 117; vgl. S. 291: וישבתי אצל.מחותני ר׳ איצק ברלין); im Jahre 1754 (1. c. S. 132), dass er in Wien dem Weltreisenden hilft. — Dass er kurz vor der Herausgabe des 1—1740) עין יעקב) nach Amsterdam kam, haben wir oben gehört. ״) Vgl• Duckesz״ Nachträge za Grunwalds: Hamburgs deutsche Juden S. 334, und seinen אוה למושב S. 69. Auf dem Altona-Hamburger Friedhof liegen auch andere Mitglieder der Familie Juda Berlin, z. B, eine Schwiegertochter Frade (Grunw. 1. c. S. 283 nr. 263, Ahnensaal S. 148 u. 3<7) und deren Tochter Jente Deiern (Grunw. 1. c. S. 240 u. 676, Ahnensaal S. 110). Ob Moses Londons Frau Akiba (!) Tochter des Juda Berlin (Grunw. 276 nr. 2754, Todestag 9. Ab 6484), zu dieser Familie gehört, weiss ich nicht. 12) Ahnensaal S. 41 u. S. 43. Die letzte, ihn überlebende Frau, war die oben genannte Kröndel. Ich nehme an, dass die Ehe mit der Tochter des Ansbacher Hoffactors, Moses Frankel, seine zweite war.