Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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— 13 — der samar. Uebersetzung. Während die älteren Recensionen bIääJ! Jö pp 4kJÜS (Var. Axä v-Ab•*) haben nnd die Stelle also wörtlich auffassen, hat ‘Abu Sa‘id die tendenziöse Umdeutung l$>( «wAbj All y5X0. Er fasste also המיתו nicht als ״töten“, sondern als ״in starke Bewegung setzen, antreiben“ auf, leitete es aber nicht von einem im Hebr. nicht vorkommenden ״ ימהwar heiss“ (so Kahle p. XII nach Juynboll), sondern von המה od. המם ab (vgl. die belehrenden Ausführungen Geigers in ZDMG XX, 165ff.),־־— Die weitern Nummern bei Kahle enthalten: VII Job I—TI nach Saadja ed. Bacher (in Oeuvres completes V), mit hebr. Lettern und ohne Varianten. — VIII Jefet b. ‘Ali’s Uebersetzung zu Gen. VIII und IX, 18—22 nach den Bruchstücken des Genesis-Komm. in der Berliner Handschrift, Oat. Steinsch. nr. 199 ebenfaDs mit hebr. Lettern (unnötiger Weise ist hier אלאמיא einige Mal in אלמיאה emendiert), und endlich IX einige Verse aus ׳Ps 78 nach Violet, Ein zweisprachiges Psalmenfragment aus Damaskus.— Das am Ende hinzugefügte Glossar giebt die Bedeutungen der arab. Worte in deutscher und englischer Sprache und kann für Anfänger von Nutzen sein. — Samuel PoznansM]. LAQUEUR, R., Kritische Untersuchungen zum zweiten Makkabäerbuch. Strassburg, K. J. Trübner, 1904. VII, 87 S. 8Ü. Mk. 2.— LEWIN, L.; Geschichte der Juden in Lissa. Pinne. N. Gundermann, 1904. 401 S. 8°. Mk. 3,50. [Von den Städten der heutigen Provinz Posen hat bisher die Ge• schichte *,der Juden in Posen (Perles), Schneidemühl (Brann), Ostrowo (Freimann), Inowrazlaw (Lewin), Pinne (Lewin), Bromberg (Herzberg) Monographien erhalten. Pieschen, Schwersenz, Rakwitz, Samter und Schubin sind ungenügend in Königsberger’s Jeschurun 1901 u. 1902 behandelt worden. Auf die von Heppner-Herzberg herausgegebenen ״Jüd. Gemeindebilder aus der Provinz Posen“ kommen wir zurück, wenn das Buch, das in Lieferungen erscheint, erst abgeschlossen ist. Die vor• liegende Geschichte der Juden in Lissa setzt in erfreulicher Weise die Forschungen über die Geschichte der Juden in Grosspolen fort. Sie handelt von den Rechten u. Privilegien, dem Gewerbe u. Handel, den Leiden der Juden im zweiten schwedischen u. nordischen Krieg; Lissa’s Stellung im Eibenschütz-Emden Streit ist ein Abschnitt gewidmet. Das Schuldenu. Steuerwesen, die Brände von 1767 u. 1790, die Gemeindeverfassung, Synagogen u. Lehrhäuser u. vieles andere wird behandelt. Einen ganz beträchtlichen Teil nimmt die Darstellung der Geschichte des Lissaer Rabbinats u. der Gelehrten, die aus Lissa hervorgegangen oder Lissa vorübergehend als Aufenthalt benutzt haben, ein. Da diesem Teil, wie der Verf. in seinem Vorwort sägt, Landshuth’s handschriftliches זיכרון בספר wesentlich zu Grunde liegt, reizt es uns, dieser fleissigen Sammlung von Notizen zur Literargeschichte Lissa’s einige nur als die des Samuel b. Chofni, aber nicht als die Saadja’s kennt. Im Talmud (Nedarim 81 b) sind bekanntlich beide Ansichten vertreten, wobei ebenfalls ויבקש ה׳ המיתו hier auf einen Engel bezogen wird (רשב״ג אומר לא למשה רבינו בקש שטן להרוג אלא לאותו תינוק, oder wie eine andere La. hat, בקש אוחו מלאך להרוג). Die Uebersetzung der V. 25—26 lautet, entsprechend den verschiedenen Deutungen, ebenfalls verschieden.