Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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li erwähnt, das Werk אילם aber nicht genannt. — S. 46: Ueber David Oppenheim schrieb zuletzt L. Löwenstein eine umfangreiche Monographie (Gedenkbuch für D. Kaufmann S. 638—69); über dessen Bibliothek s. Ltbl. des Orient 1844 Col. 247. — Nicht einwandfrei ist der Versuch des Verf., bei jeder Gelegenheit mit Nachdruck den Zusammenhang zwischen Antisemitismus u. der ״Wegassanierung“ eines Teiles des Friedhofes in Abrede zu steilen; unklar die Bemerkung (8. 48): ״wenn sich auch die Judenschaft Böhmens von unserer Nation abgewandt hat״. — B-y.J KAHLE, PAUL, Die arabischen Bibelübersetzungen, Texte mit Glossar und Literaturübersicht. Leipzig, Hinrichs, 1904. XVI, 65 u. (I) S. 8°. [Dieses ßchriftchen bildet eigentlich eine arabische Bibelchrestomathie, wie wir solche bereits von Jacob (Arabische Bibelchrestomathie, Berlin 1888) und Grünert (Arabische Lesestücke, 1 Heft, ״Aus der arabischen Bibelübersetzung״, Prag 1903; autographiert) besitzen. Während aber diese beiden ausschliesslich Unterrichtszwecke verfolgen, sind die Gesichtspunkte, die Kahle bei seiner Auswahl geleitet haben, nicht recht ersichtlich. An erster Stelle erhalten wir hier als nr. I-IV Stücke aus der in der zweiten Hälfte des XIX Jahrh. von £ Smith und C. A. V. yan Dyck veranstalteten protestantischen Bibelübersetzung *), die aber schon aus den beiden genannten Chrestomathieen zur Genüge bekannt ist. Viel interessanter sind die Proben aus Saadja. Hier erhalten wir zunächst als nr. V Gen. 1—4 nach der bisher zu wenig beachteten Florentiner Handschritt, Cod. Palat. Orient. 112 (XXI), die im Jahre 648 d. H. (=1245/6) beendet wurde und mit arabischen Lettern geschrieben ist. Hier weicht die Uebersetzung von ed. Derenbourg manchmal sehr bedeutend ab (vgl. z. B IV, 7) und K. glaubt nun, dass diese' Handschrift, da sie mit arab. Lettern geschrieben ist*), weniger Veränderungen ausgesetzt war, als die in hebr Schrift geschriebenen Codices, dass sie also ursprünglichere Lesarten aufbewahrt hat. Es lässt sich aber mit Leichtigkeit beweisen, dass die meisten Abweichungen von späterer Hand herrühren und dass sie zum Zwecke hatten, die paraphrastischen Stellen in der Uebersetzung Saadja’s dem Wortlaut des hebr. Bibeltextes anzupassen. Hiermit einige Beispiele: I, 8 lautet die Uebersetzung von ויאמר (und ebenso von allen ויאמר bis V. 26) in ed. D ״ ושאer wollte״, in ms. Fl. dagegen ״er sprach״. Erstere Uebersetzung ist aber bezeugt durch ibn Esra z. St. (weitere Nachweisein meinem Mose ibn Chiquitilla, p. 124). ib. 5b (und ebenso 8 b, 13 usw.) lautet in Fl. in ed. D. dagegen ולמא מ$י מן אלליל ואלנהאר יום ואחד אלף, Saadja verbindet also diesen Vers mit dem darauffolgenden und fasst ערב und בקר nicht als ״Abend“ und ״Morgen“, sondern als ״Nacht״ und ״Tag“ auf. Letzteres tut er nun auch in s. ’Amanät, Absch. VIII (ed. Landauer p. 236) und in s. Komm, zu Dan. VIII, 14 (s. Kßj?4,173, n. 1 u. Mo- נ) In nr. I, Gen. XXII, 1—19 enthaltend, ist noch die zu Rom 1671 erschienene Uebersetzung des Maroniten Sergius Risi, die er auf Grund älterer Vorlagen nach der Vulgata überarbeitet hat, hinzugefügt. *) Kahle glaubt nämlich, dass die Originalhandschrift Saadjas doch mit arab. Lettern geschrieben war, s. p. X.