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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1905-01-01 · 1 (Januar-Februar 1905) · p. Seite 10

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IX (1905)
Issue
1 (Januar-Februar 1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 fiihrung der Anstalt, die sie hergestellt (Hofbuchdruckerei A. Haase in Prag) alle Ehre macht; diesen voraus geht die Reproduktion eines Aquarells, ״Der alte Judenfriedhof״, von V. Jansa. In den Bildern werden uns ganze Gruppen des Friedhofes vorgefährt, wie auch einzelne Leichensteine von historischem Interesse oder solche, die die Ruhestätte historisch wichtiger Personen schmücken (Josua ben Jehuda, Abigdor Kara, Israel Horowitz, die Buchdrucker Mardochai Zemach und dessen Sohn Bezalel כ״ץ, Mardochai Meisel, Salomon b. Jechiel!Kolin), Jehuda b. Bezalel Löw (der ״Hohe R. Löw״) und dessen Schüler, David Gans, Hendel Bas-Schewi, Josef Salomo del Medigo, Aron Simon Spira, David Oppenheim, Moses Beck als der letzte auf diesem Friedhof Begrabene). Die Bilder sind von einem Texte begleitet, der nach Form und Inhalt alle Anerkennung verdient; es wäre nur im Interesse der Würdigung der beteiligten Gelehrten zu wünschen gewesen, dass die Bemerkungen des Dr. Pollak durch ein Zeichen kenntlich gemacht werden. In den Abschnitten I—IV entwirft der Verfasser ein Stimmungsbild, in dem alles das poetischen Ausdruck findet, was jeder Besucher der märchenumwobenen Stätte fühlt und empfindet, aber nur einer von Hunderten in Worte zu kleiden versteht. Dass der Verfasser bei dieser Gelegenheit auch einige Volkssagen zur Darstellung bringt, gereicht der Schilderung keineswegs zum Nachteil. In Abschnitt V haben wir eine Studie zur Geschichte des Friedhofes und — wie es die Natur der Sache mit sich bringt ־— der ersten Ansiedelungen der Juden in Prag. Dieses Kapitel ist von hohem wissenschaftl. Werte. Der Verf. hat bei seiner Untersuchung aus Quellen schöpfen können, die nicht jedem Forscher offen sind, und die Vorsicht, die er hierbei walten lässt, gestaltet seine Arbeit zu einem Werke von grosser Zuverlässigkeit. Weniger selbständig und nur für Laienkreise gearbeitet ist der VI. Abschnitt, in welchem biographische Skizzen über die Grossen enthalten sind, deren Leichensteine im Bilde gezeigt werden. Es mögen nun einige wenige Bemerkungen folgen. S. 24/25 ist von dem bekannten angebl. ältesten Leichenstein des Prager Friedhofes die Rede; von demjenigen des Vorbeters Josua ben Jehuda, mit dem Datum 6. Tebet 702. Das soll, wie Verf. angibt, mit dem 27. Nov. 942 gleich sein, eine Angabe, die zum Teil auf Hock (in Liebens Gal-ed S. 1 No. 1 der ״Adnotationen״) beruht, der 27. Nov. 941 hat; richtig ist jedoch: 29. Dez. 941. Dieses Datum steht aber in innerem Widerspruch mit sich selbst, indem die Inschrift Montag angibt, während der 6. Tebet 702 auf Mittwoch fiel; das hat schon Rapaport bemerkt und lässt sich nicht wegdeuten. — S. 26: ״ein Kodex von juristischen Gutachten״ ist von Kara nicht vorhanden; die "שו״ת“ bilden ein Werk u. d. T. אבן ספיר, das Untersuchungen über die Kabbala enthält; vgl. übrigens Ltbl. des Orient 1850 col. 547. (Bei dieser Ge• legenheit sei bemerkt, dass der Verf. die Titel der Werke, die er in den Biographien anführt, nur selten mit ihren eigentlichen Namen nennt; in der Regel gibt er eine Übersetzung, oder er erfindet mit Rücksicht auf den Inhalt der Werke neue Titel, was unrichtig ist und zuweilen verwirrend wirkt). — S. 84: ״Der Lebensweg“ (דרך חיים) von Liwa b. Bezalel setzt nicht ״die Moral derMischna״ auseinander, sondern bildet einen Kommentar zu den ״Sprüchen der Väter“. — S. 42: Ueber Bas- Schewi schrieb ausführlich M. Grunwald, dessen Studie ״Der alte isr. Friedhof in Prag“ (Pascheies isr. Volkskalender Jahrg. 1889—93), in welchem auch die Biographieen von David Gaus, Mardochai Meisel u. Salomo Efraim Lentschitz enthalten sind, dem Verf. entgangen ist.— S. 44 ist die Korrespondenz del Medigo’s mit Serach b. Nathan wohl

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