Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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9 März 1903. WieD, Verlag M. Poppelauer in Berlin, 1903. 32 S. 8°. Mk. 0,60. HAUPT, P., Koheleth oder Weltschmerz in der Bibel. Ein Lieblingsbuch Friedrichs des Grossen. Verdeutscht u. erklärt. Leipzig, Hinrich’s Verlag, 1905. VIII, 36 S. 8°. Mb. 1,20. HAUSSLE1TER, Die Autorität der Bibel. 6 Vorträge. München, 0. H. Beck, 1905. V, 77 S. 8°. Mk. 0,80. HEYES, H. J., Bibel u. Aegypten. Abraham u. seine Nachkommen in Aegypten. 1. TI. Genesis Kap. 12—41 inel. Münster, Aschendorf, 1904. XVI, 286 S. 8°. Mk. 9.— HIRSCH, S. R., Gesammelte Schriften. Herausg. v. Naphtali Hirsch. 2. Bd. Frankfurt a. M., J. Kaufmann, 1904. VIH, 478 S. 8#. Mk. 4,50. [Bd. 1 vgl. ZfHB. Vm, 102.] HOFFMANN, D., Das Buch Leviticus. Uebersetzt u. erklärt. 1. Halbband. Lev. I—XVII. Berlin, M. Poppelauer, 1905. VIII, 479 S. 8°. Mk. 6.— JACOB, B., Im Namen Gottes. Eine sprachliche u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Alten u. Neuen Testament. , Berlin, S. Calvary u. Cö., 1903. VII, 176 S. 8°. Mk. 3.— JERABEK, L., Der alte Prager Judenfriedhof. Uebers. v. A. Major u. 8p. Wükadinovics. Mit Beiträgen von «7. Pollak. Prag, Kunstverlag B. Koci, [1904]. 49 S. m. 22. u. 1 färb. Taf. 4°. Mk. 4,25. [Als, soweit die geschichtlichen Quellen zurückreichen, zum ersten Male der Vandalismus die Bube der ewigen Schläfer auf dem »alten Prager Judenfriedhof“ zu stören wagte, als zUm ersten Male wilde Horden die geweihte Stätte betraten, um ihre ruchlose Hand auszustrecken gegen die stummen Zeugen menschlicher Grösse, die in den Staub gebettet wurde, da war es ein grosser Babbi, Abigdor Kara, der diesem Ereignisse ein unverwüstliches Denkmal setzte — in einer wohlbekannten herzzerreissenden Selicha. Inzwischen hat die Kultur der Menschen und der Völker Fortschritte gemacht. Nicht in wilder Erregung verwüsten Volksmengen, rohe Gesellen, die geweihten Gräber; die Zerstörungssucht sucht Zerstörung anzurichten nach ״ruhiger und sachlicher“ Beratung, und nicht aus ״antisemitischer Gesinnung“, sondern ״unter dem Zwange“ selbst erdachter Assanierungspläne von zweifeihaftem ־Werte. Einem solchen Plane ist nach harten Kämpfen ein beträchtlicber Teil des Prager Judenfriedhofes zum Opfer gefallen, und es gewährt in gewissem Sinne Genugtuung dass der modernen Form der Zerstörungsarbeit auch eine moderne Art des Denkmalsetzens gegenübersteht. Denn nicht ein Babbi hat eine Selicha geschrieben, sondern ein Sohn des Volkes, aus dem die Zerstörer hervorgegangen sind, hat dem Ereignisse ein Denkmal gesetzt in dem Buche, dass uns angenehme Stunden bereitet hat. Das Prachtwerk besteht aus 22 Tafeln, deren graphische Aus-