Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VIII (1904)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1904)
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 178 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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mit etwäs Honig, und das Kind leckt diesen mit dem Munde von der Tafel ab. Dann bringt man einen mit Honig zubereiteten Kuchen und schreibt darauf den Vers Jesaja 50,4. Die Wörter dieses Verses spricht der Unterlehrer dem Kinde einzeln vor, und das Kind spricht sie nach. Dann schält man ein Ei und schreibt darauf den Vers Ezechiel 3,3. Die Wörter auch dieses Verses spricht das Kind einzeln dem Unterlehrer nach. Dann giebt man den Kuchen und das Ei dem Kinde zu essen. Hierauf öffnet sich das Herz des Kindes sehr bald der Thora, und es wird das Gelernte nicht vergessen (.174, 3).21) Als Quelle hierfür ist das בית הבחירה angegeben, und es ist nicht ersichtlich, ob damit auch ein etwa noch in Buchara lebender.Brauch geschildert ist. — Zur Becitierung am Wochenfeste sind die 613 Gebote und Verbote durch Salomo Ibn Gabirol (יחל??) und Isaac b. Beuben in Pijjutim bearbeitet worden. Aus alten Zeiten haben sich die Dichtungen אמון יום זה und 22בצל שדי) erhalten und werden noch jetzt von den Sefardim in Persien, Babylonien, den Städten des Westens (Magrab) und Italiens am Schabuoth nach Musaf mit einer bestimmten Melodie recitiert (177,5). — Es ist Brauch, dass nach dem Abendgebete, das den 9. Ab einleitet, nachdem die Lichter ausgelöscht sind, der Vorbeter mit klagender Stimme und jammernd die Zahl der Jahre verkündet, die seit der Zerstörung des zweiten Tempels verflossen sind. Mau findet die Zahl, wenn man zur laufenden Zahl der Weltschöpfungsjahre (ohne die Tausende) 172 addiert und 1000 hinzusetzt, da der zweite Tempel im Jahre 3828 zerstört wurde. Also: 5661 ist das Jahr 1833 nach der Zerstörung (200, 5).28)— Vor dem Schofar blasen am Neujahresfeste soll an die Gemeinde durch einen würdigen Gelehrten eine zur Busse und Zerknirschung mahnende Bede gehalten werden, sei es aus einer Niederschrift, sei es aus dem Gedächtnisse (כאהי אדדו.יי נדישתה :וב:אהי 212,1 ,אז;אךי). Dann bringt unser Werk — mit Angabe des Werkes נהר שלום als Quelle — eine längere persische Neujahresrede als Muster (212,2; IV 21b—23 b). — Es ist Brauch, vor dem Schofarblasen den Pijjut 24עת שערי רצון), zur Erinnerung an das Verdienst 21) Ygl. dazu was Güdemann, Geschichte der Erz. u. d. Cultur der Juden in Frankreich und Deutschland, S. 50ff., aus dem handschriftlichen ס׳ האסופות mitteilt; Zunz, Zur Gesch. und Litteratur, S. 167. 22) Das sind die beiden Teile der Azharoth Ibn Gabirol’s. Del* zweite Teil beginnt mit dem Worte בצל שדי; der erste mit dem Worte שמור לבי מענה, aber es geht ihm die mit אמון יום זה beginnende Introduktion des David b. Bekoda voran. S. Jew. Qu. R. X1Y, 691f. 2a) Ygl. zu diesem Brauche J. Q.R. XIY, 594 aus dem südarabischen Siddur. 24) Yon Juda Samuel Abbas b. Abun, s. Zunz, L. d. s. P., S. 216.