Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VIII (1904)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1904)
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 177 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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— 177 — gebet am Seder-Abend (164,1—3); über die Vorschriften für das Laubhüttenfest (233,1— 6); über das Gebot des Feststrausses (242,5), mit einer allgemeinen Bemerkung über den in den Schriften der Kabbala zu findenden geheimen Sinn der Ritualgesetze (ה&ה אין סוכן הא ומןיות הא_על 1ךןי הפור סיר האיי פינהאני דאכד). - - Die Anschauung der Seelenwanderung ist auf Grund des Werkes בית הבחירה bei der Vorschrift über den Segensspruch angewendet, der im Monat Nissan über die blühenden Bäume zu sprechen ist: dieser Segensspruch kommt den etwa durch Metempsychose in den Bäumen weilenden Menschenseelen zu Gute (131, 3f.). Auch in die Ausführungen über das Verbot des Gesäuerten mengt sich die Theorie der Seelen- Wanderung (145,5). Jetzt seien noch andere Einzelheiten verschiedener Art aus dem Inhalte unseres Ritualkompendiums hervorgehoben. תענית (Fasten) enthält die Buchstaben von תת .עני: am Fasttage soll man Almosen spenden, dem ״Armen geben“ (131,1). — Von Russland spricht Kap. 142 § 5 als ״einem der fränkischen Länder“ (דד 1ןי כיל וילאי״ית האי.י םרנ:נ הא וילאי״יתי אורום). — Am Sederabend soll der Hausherr in möglichst schönem Gewände sich zu Tische setzen, am besten in weissem Gewände; ״in weiss gewandelt, ist er rein“ [Lev. 13,13] (152, 7). — Wenn man während des Omerzählens etwas Salz in der Hand hält, ist das ein gutes Mittel gegen das ״böse Auge“ (168,15). — Es ist Brauch, dass man am Ausgange des Pesachfestes einige Weizen- oder Gerstenähren einander auf’s Haupt legt und dabei einander segnet; denn ״am Pesach wird über den Getreidesegen entschieden“ (בפסח נידון על התבואה, M. Rosch Haschana I, 2), und jene symbolische Handlung nebst dem Segensspruche soll auf ein gesegnetes Jahr hinweisen (171, 5). — Ein Mittel gegen das Vergessen des Gelernten (173,5): Zur Mahlzeit nach dem Fasten am Vorabende des .Siwan-Neumondes isst man ein Ei, auf welchem die unten folgenden Verse geschrieben sind, oder einen mit denselben Versen beschriebenen, aus Mehl und Honig, zubereiteten Kuchen. Es sind die Bibelverse: Hiob 32,8; Prov. 16,1; Ps. 51, 13; Jes. 26, 16; Ps. 51,12; Jes. 50,4,5; dazu ein Gebet. — In den Tagen zwischen dem Neumond des Siwan und dem Wochenfeste führt der Vater sein Kind zum Molla (Lehrer). Im Hause des Lehrers wird auf eine Tafel das Alphabet von א bis ת und zurück von ת bis א geschrieben, ferner die Verse Deuter. 33,4 und Lev. 1,1. Der Unterlehrer (בליפה, d. h. Vertreter des Molla) sagt dem Kinde einzelweise die Namen der Buchstaben sowie die Worte der Verse vor, das Kind spricht sie nach. Dann bestreicht man die Tafel ' 2