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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-09-01 · 5 (September-Oktober 1904) · p. Seite 154

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
5 (September-Oktober 1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 154 (sequence 26)
Language
German
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154 in einem Artikel: ״Heber den talmudischen Aussprach:“ טוב ״;שברופאיס לגהינםder beste der Aerzte zur Hölle“ (Orient, XII, 1851 S. 92) in seiner zerfahrenen Manier über diesen Spruch selbst eigentlich Nichts gesagt, aber auf die Aerzte Bezügliches aus den verschiedenen Literaturen Europas gesammelt; über 2 von ihm citirte Epigramme s. unten Anhang 11 n. 4 und 5. In ms. Berlin n. 491 (vgl. die Hebr. Uebersetz. d. Mitt. S. 792) wird jener Ausspruch mit den Worten citirt: אמרו הכמי ההפלגה; heisst das ״die strengen (übertreibenden) Weisen?“ Ueber jene Periode erscheinen noch immer neue Schriften, die man nach der Grundansicht in 2 Parteien teilen kann. Die eine sieht in jüdischen Gesetzen und Sitten beabsichtigte Heilkunde, namentlich Hygiene; kürzlich ist ein englisches Werk in 2 starken Bänden darüber erschienen* dessen Titel unten in Anhang I. zu finden ist. Die entgegengesetzte Ansicht spricht dem hebräischen Altertum jede medicinische Wissenschaft im engeren Sinne ab (vgl. Jahrg. VI, 126); die vorgeblich hygienischen Gesetze, fänden anderweitige Erklärung. Die negative Behauptung wird leichter allgemeine Anerkennung erringen vor der unkritischen Hineintragung der Resultate moderner Begriffe in patriarchalische Zeiten, welche ein Privilegium der Homiletik bleibt. Die positive Begründung oder Aufklärung über Entstehung einzelner Gesetze und Sitten kann sich schwer vom Banne der Hypothese ablösen und ist um so vorsichtiger zu prüfen, je geistreicher sie uns erscheint; ein eminentes Beispiel bietet. ja Maimonides (More T. III). Mit dem Exil hört eine direkte Verbindung der jüdischen Aerzte verschiedener Kulturländer auf. Es giebt keine ״jüdische Medicin“, wie etwa Ringseis im vorigen Jahrhundert eine christliche begründen wollte, worin jedoch, wie Rüge in den Jahrbüchern hervorhob, die Heilkraft zwischen dem Ave Maria und dem Lavement geteilt wird .1) Der kurirende Chassidismus ist selbst eine Krankheit des Judentums. Der wissenschaftliche jüdische Arzt studirte griechische Mediein in arabischer, lateinischer und hebr. Bearbeitung (s. weiter unten), ebenso Werke der Christen, je nach seinem Vaterlande, oder war ein unwissenschaftlicher Quacksalber, wie seine Umgebung2 * * *). Die hebr. Sprache war allerdings in manchen Ländern das Mittel zur Verbreitung des Inhalts,8) dieser aber hatte mit dem Judentum י) Das moderne ״Gesundbeten“ beseitigt Arzt und Medicin, das ״Tehillimsagen“ mit dem (abergläubischen) Benschen (Namensänderung) tut es nicht. 2) Seit längerer Zeit liegt Material zu einem Artikel: ״Jüdische Quack- Schriften“ in meinen Adversarien. ף In dem zu besprechenden Vortrag liest man (S. 99): Der muhammedänische Arzt verstand zumeist bloss arabisch, der christliche nebst seiner

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