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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-09-01 · 5 (September-Oktober 1904) · p. Seite 153

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
5 (September-Oktober 1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 153 (sequence 25)
Language
German
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168 in Amsterdam, Spinoza, diese durch den arabisch schreibenden Gäbirol in Malacca. In Bezug auf die exakten oder mathematischen Wissenschaften bemerkte ich dort (Col. 94, vgl. ZfffB. VIII, 91), dass Abraham bar Chijja indirect der Lehrer der christlichen Geometer seit dem XIII. Jahrh. gewesen sei. Daran schliesse ich aber die Bemerkung (Col. 95), dass mit dem Eindringen in die Einzelheiten der exakten und empirischen Wissenschaften die Bedeuturig der Individualität gegenüber den unläugbaren Einflüssen der Geburt (Nationalität, Sprache und Vaterland) hervortreten werde. G. Eneström hat in mehreren Artikeln der von ihm herausgegebenen Bibliotheca Mäthematica (1901, ff.) die methodische Frage für die Geschichte der Mathematik behandelt, ob diese nach Sachen, ob nach Nationen, chronologisch zu construiren sei. .Wie steht es um die jüdischen Aerzte, oder um die Medicin bei den Juden? Gibt es eine jüdische Medicin? Hier muss vor allem die nationale Periode abgetrennt werden, innerhalb welcher alle 3 Punkte wenigstens in Frage kommen können. Die Medicin der alten Hebräer und der Juden bis zum Exil gehört als Beitrag zur Kulturgeschichte in die Einleitungen zur Bibel und in die Literatur der hebräischen und jüdischen Altertumskunde. Darauf näher einzugehen beabsichtige ich nicht, indem ich auf die hetr. Bibliographie hinweise, in der Wiener Klinischen Rundschau 1896 (und in 30 Sonderabdr.), ergänzt und fortgesetzt in der ZfHB. 11, 1897 S. 22—28, VI, 1902 S. 123, 137, 1831). Nur wenige kurze Bemerkungen mögen hier Platz finden. Aus der Concordanz ergiebt sich die hebr. Bezeichnung für Aerzte רסאים (später plene רופאים auch zur Unterscheidung von 2 * * * *(רפאים) in der ganzen Bibel nur an 3 Stellen: Genesis 50,2 balsamiren sie, nämlich die Diener Josefs (also Aegypter), den Jakob ein; Hiob 13,4: Nichtige Aerzte (רופאי אליל) seid Ihr Alle! II Chron. 16,12: Asa sucht (דרש) selbst in der Krankheit nicht Gott, sondern die Aerzte. Aus diesen Stellen lässt sich keine hohe Achtung vor den Äerzten herauslesen. Die Anweisung des Ben Sira: ״Achte (אוקיר) den Arzt, so lange Du ihn nicht brauchst8)״, klingt nicht ehrerbietiger. In einer späteren Zeit hielt man es für nötig, die ״Erlaubnis“ (רשות) des Arztes zu heilen von einem Verse (Exod. 21,19) abzuleiten, wo von einem Arzte gar nicht die Rede ist (Ber. Rahba f. 60). L. Dukes hat נ) Einige weitere Titel s. unten Anhang I. 2) In Gesenius, Handwb., bearb. v. Mühlaii und Volck, Leipz. 1878, ist das Subst. רפאים S. 795 nicht angegeben, wahrscheinlich als Partieip. s) J. Levy, Neuhehr, und chald. Wörterb. 1Y, 461, führt aus Bei*. Rah. K. 21 an המשל אומר בבד את רופאך וכף, ohne zu bemerken, dass es nur eine Uehersetzung aus dem Alphabet des B. S. sei.

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