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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-07-01 · 4 (Juli-August 1904) · p. Seite 121

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
4 (Juli-August 1904)
Date
1904-07-01
Page
Seite 121 (sequence 25)
Language
German
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121 Dass die Leit Nit gern Loschaun hakaudesch lesen Und. im Deutschen lieber genesen Hab’ ich nit können unterlassen Ein solches lustig und gottfürchtig Buch zu drucken lassen Dass sich die Leit sollen darin ergötzen Und nit die Zeit zu verbringen mit D worim btelim zu schwätzen Damit hat die Hakdomoh ein Ent Das Gott bald Moschiach send Bald in unsern Tagen Drauf wollen wir Amen sagen. Am Schlüsse sehen wir nur eine kurze typographische Notiz — al jdei hapauel Josef ben Alexander me-witzenhausen —, die bekundet, dass Josel der Drucker war. Diese von Josel selbst gedruckte Ausgabe gibt also keinen berechtigten Anlass zu der Meinung, dass Josel auch ihr Verfasser sei. Wie kommen nun Wagenseil und die späteren Ausgaben dazu, Josel als Verfasser zu bezeichnen, und woher haben sie das oben angeführte längere Vorwort? Wagenseil hat sicherlich nichts erfanden, da er ja wortgetreu abdruckt. Er muss also eine von der 1683 er verschiedene Ausgabe oder Handschrift vor sich gehabt haben, die Josel als Verfasser nennt. Tatsächlich findet sich die Spur eines frühen, verloren gegangenen Artushofes in Sabb. Bass’ bibliographischem Werke ״Sifthe J’schenim“ (1680), das von der Existenz eines in Amsterdam gedruckten Artushofes berichtet. Diese Ausgabe kann natürlich nicht mit der erhaltenen 1683er Amst. Ausg. identisch sein, sondern muss vor 1680 bestanden haben. Aber auch sie kann nicht Wagen seil's Vorlage gewesen sein; denn auch sie hat Josel nicht als Verfasser genannt, sonst hätte Sab. Bass in seiner Bibliographie das Buch nicht als anonym bezeichnet, da er ja als sein Freund und Mitarbeiter bei der Bibel- Übersetzung von seiner Verfasserschaft wissen musste. Ueberdies ist ״Sifthe J’schenim“ von Josel selbst gedruckt; eine Einordnung seines Werkes unter die Anonyma konnte ihm nicht entgehen, da er ja äusserst sorgfältig setzte und sich rühmt, auch den Inhalt des von ihm in Druck gesetzten stets bedacht zu haben1). Dass Josel sich nicht als Verfasser habe bekennen wollen, ist an sich unwahrscheinlich und scheint ganz ausgeschlossen, wenn man an Josels Streit mit Jekutiel Blitz betreffs der Priorität der Bibel- Übersetzung denkt und erwägt, wie hoch er Autorenruhm anschlug. Auch Joh. Ohr. Wolff bringt in seiner ״Bibliotheea hebraea“ Josels *) Vgl. Einleitung zur Bibelübersetzung.

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