Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VIII (1904)
- Issue
- 2 (März-April 1904)
- Date
- 1904-03-01
- Page
- Seite 44 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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44 corrigiren will, bemerken) dass seine Aenderüng nicht stichhaltig ist. Er hätte sie wohl auch kaum vorgebracht, wenn er nicht die ausdrückliche Nennung meiner Quelle, nämlich Morosini selbst in der Vorrede zu seinem Buche (s. A. Berliner - Festschrift 337 A. 2.) übersehen hätte. Der ganze Lebensgang M.’s bestätigt diese Angabe. Wie die ״Rabbinerkrone“ und die 70 Jahre zu verstehen sind, habe ich (ibidem S. 339 A. 2) zu erklären versucht. Und es ist vielleicht gar der Mühe ,wert, — wenn man je' gesehen hat, wie sehr Missionsschriftseller sich über einen convertirten ״Rabbiner“ freuen —, ausdrücklich zu konstatieren dass Morosini nicht r— wie Krauss meint — Rabbiner war. Dass Morosinis Werk in hebräischer Sprache abgefasst sei, steht wohl nur (S. 23) durch einen Schreibfehler; ein Missverständnis wird es sein ״das Werk des J. Segre als die jüdische Antwort auf S. Nachraiäs Schrift“ aufzufassen. Das schliesse ich nicht nur aus Kraussens eigene Mitteilungen, sondern auch aus der ihm leider unbekannt gebliebenen ausführlichen Beschreibung des אשם תלוי in 2. Recension bei Stein- Schneider (Verz. der Hebr. Hss. Berlin II, 36—8), die ich noch besonders desshalb hier nenne um Gelegenheit zu bekommen, noch einen anderen convertirten und polemisirenden ״Rabbiner“ aus seinem Rabbinate zu vertreiben, nämlich den dort (S. 37 - 8) genannten Abt Feretti, der vor seiner Taufe Rabbiner in Ancona gewesen sein wollte. So fein war er doch nicht; er mag, wie Morosini, rabbinische Kenntnisse besessen haben, J. R. Saraval sagt uns aber in seiner ״Lettera apologetica“ (Mantua 1775 S. 21), dass er den angeblichen Anconaer-Rabbiner als Diener bei den. jüdischen Juvelier Lelio Padoa gekannt hat. — Ich würde mich nicht dabei aufhalten, dass Dr. K. mit Unrecht Neubauer vorwirft, in seinem Catalog unseren Autor ״Sagri“ genannt zu haben (da doch Cat. Mss. Bodl. n. 2406—7 Segre1) zu lesen ist), wenn nicht noch dabei zu bemerken wäre, dass die genaue Schreib- und Sprechweise nicht Segre ist, sondern Segre! Durch diese Accentuation (sie findet sich z. B. bei Mortara, מוכרת s. v. und bei S. D. Luzzatto Epistolario in seinen vielen Briefen an seinen Schwiegervater) wird die Vermutung Servi’s (genannt aber bezweifelt von Steinschneider 1. c.), dass der Name von einem Grenzflüsse Spaniens, herrühren sollte, hinfällig, dagegen wahrscheinlich; dass die Familie aus Frankreich stammt, wo im 13. Jahrh, ein Jude Aron aus Segrü vorkommt (Gross G. J. 128.) Wennman weiss, wie heutzutage Familiennamen verhunzt werden, ist es sogar sehr interessant, zu bemerken, *) So auch in Neubauers Isaiah Litt, wo ein grosses Stück von אשם תלוי mitgeteilt ist.