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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-01-01 · 1 (Januar-Februar 1904) · p. Seite 28

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
1 (Januar-Februar 1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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28 kritisch und geschichtlich belehrt wird in Bouche-Leclercq, L’Astrologie grecque (Paris 1899). In meinem Werke: Die hebr. Ueber- Setzungen des Mitt. (S. 571) vermutete ich, dass aus diesem Tractat die גורלות טאלבוטאצר im Londoner Jews Coli. ms. 137e ausgezogen seien, und wies auf 2 lateinische mss. der Bodl. hin, nämlich Digby 9312: de Partibus et earum causis, anfangend: ״Antiqui sapientes in judiciis suis“, und ms. Seid. 87 de Planetarum partibus, worüber mir nichts Näheres bekannt ist. Ms. Digby scheint nicht ein Teil des gedruckten Buches1); das hebr. ms. ist sicher nicht ein Teil der Uebersetzung aus dem Lateinischen, wenn sie, wie man annehmen darf, nicht Neues hineingebracht hat. Eine Belehrung schöpfen wir in überraschender Weise aus einem hebräisehen Druck, den Herr Dr. Preimann erworben- und dem Schreiber dieser Zeilen freundlichst vorgelegt hat. Das Büchelchen in kl. 8 besteht jetzt aus 16 unpaginierten Blättern, das 17. fehlt, wie sich zeigen wird. Titel ם6ר הגורלות מאלבומאצר הישמעאלי והם על דרך התבונה וגם גורלות טר׳ אברהם אבן עזרא נדפס יחד. Unter dem Stemma (Globus, rechts und links Ä. U.) נדפס סה סיררא העיר הנחלה והמפוארה בבית כר׳ אברהם ׳ןאושקי יצ״ו שנת שי״ו נדחים. Das 2. Blatt beginnt מי שמזלו טלה טי שמזלו נטלה כככו מאיר בשטים וחכם ובעל כבוד ורץ למצות (so) לישא ומתן, und so wird für jedes Zeichen des Tierkreises die Zukunft zuerst eines männlichen, dann eines weibliehen Kindes ausführlich angegeben. Auf דגים folgt eine allgemeine Bemerkung: אם תרצה לדעת אלו הגורלות צריך לדעת תחלה שם האיש ושם אהד דע שהוא נולד במזל טלה (so)אמו ותוציאם י*ב י*ב נשארו; z. B. es kam zum Verf. ein Abraham, Sohn von Jochebed, die Zahl ergab 290 : 12, Best 10. Der Fragende wird schliesslich ermahnt והשואל אלו הגורלות צריך לעמוד באימה וביראה לפני השם ואל ישחק בהם ואל ילעיג בי ללצים הוא יליץ בדכתיב ועתה אל תתלוצצו וכר והבוטח בי*י חסד יסובבנו. — תמו ונשלמו טאלבומאצר הישמעאלי (so) גהורלות. Der Aberglaube weiss stets einen Kompromiss mit der Gottesfurcht. Ich kann mich nicht erinnern, eine solche Umwandlung astrologischen Stoffes in ein Loosbuch durch Anwendung von Onomatomantie (worüber vgl. Bouche-Leclercq, La divination etc. 4 Bde. Paris 1879) in irgend einem Loosbuch gefunden zu haben; hier soll ja aus dem Zahlwert des Namens sich ergeben, unter welchem Sternbild ein Mensch geboren sei, was voraussetzt, dass das Sternbild auch den Namen genau bestimme; an Konsequenz fehlt es diesem Fatalismus allerdings nicht! Es ergiebt sich aber die Frage: ist diese Verbindung, also das Nachwort, und die Bezeichnung des Schriftchensals Loosbuch, etwa die Zugabe eines hebräischen Uebersetzers oder gar eines Copisten? Wo ist ein ג) Alb. VHI beginnt: ״Omnes stellarum ac sidereae virtutes;“ erst in der 6. Zeile: ״Omnis enim antiquitas in bis tribus judiciis.“

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