Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VIII (1904)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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27 Manch herber Tadel fallt auf die Pfaffen und die Päpste ab; diese waren es gewesen, die die Christen gewaltsam von den Juden trennten, indem sie z. B. den Sabbat auf den Sonntag verlegten und es gestatteten, dass in ihrer Bibel das fünfte Gebot ״Gedenke des Feiertages“ laute (c. 15 p. 21b oben)1), sie hätten die Kommünion, die Hostie und die Messe eingeführt, und drastisch beschreibt J. Segre den Unfug, den die Pfaffen mit der Hostie treiben. Sind auch diese Worte von Parteihass diktiert, so muss man anerkennen, dass sich J. Segre durch seine gründlichen Studien ein Anrecht erworben hat, sich über das Christentum äussem zu dürfen. Nicht zu verachten ist es auch, dass sich unser Autor zur Erhärtung seiner Behauptungen in mehreren Bibelausgaben umgesehen hat; über •כארי ידי ורגלי (Psalm 22, 17) sprechend, beweist er die Unhaltbarkeit der christologischsn Beweise des S. Nachmias und bemerkt: ״Und in der Tat, ich habe nachgesehen in allen, sowol alten als neuen Büchern, besonders in den מקראות ed. Anvers und!Basel, und in der Bibel, welche von Johann Basilius in Leyden 1670?] gedruckt wurde, wo doch keine Juden wohnen, und in allen iahe ich כארי ידי ורגלי gefunden; siehe in der grossen Masora, Buchstabe אלף, Schlagwort אר, nach der Ueberlieferung von כארי, die Worte des Abschreibers (המעתיק), dass selbst nach ihren Worten כאוו mit ו׳ geschrieben, mit 'י gelesen wird, nicht aber כרו, wie sie lägen“ (c. 15 p, 21b). Und so verdient J. Segre auch in der Geschichte der Exegese genannt zu werden, wie denn einmal auch daran die Reihe kommnn muss, dass die polemischen Werke auf ihren exegetischen Inhalt geprüft werden2). Budapest. S. Erauss. Miszellen und Notizen von M. Steinschneider. (Fortsetzung von vor. Jahrg. S. 191.) 37. Albmnazar und Abraham ibn Esra. — I. מ Albumazar“ heisst in lateinischen Quellen der berühmte arabische Astrolog dbu Mcfschar, dessen Einleitung in die Astrologie auch hebräisch übersetzt, aber niemals gedruckt ist. Der VIII. Tractat (״Liber VIII im Latein.“) behandelt die ״partes“ (Anteile, worüber man jetzt *) Hier stehen die Worte פיר נון גיודייקארי (lies גיודאיזארי) per non giüdaizare. 2) Ygl. was ich in ״ Yierteljahresschrift für Bibel, Talmud u, Patristik“ (Berlin 1903) I, 42 bemerkt habe,