Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VIII (1904)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 Bezug auf Sambation, und nachdem er noch auf Paolo Orosio (diesen unter genauem Citat) und Tomasio hinweist, die dasselbe geschrieben haben sollen, hat er noch zuletzt das Buch צמח דוד [von David de Pomis] über die Fremdwörter1 2 * *) eingesehen, wo s. v. סמבטיון alles zusammengetragen sei, was über diesen Fluss gesagt werde. Er selber, J. Segre, meint, dass jene Juden zerstreut seien in den Provinzen, die ח״ח ודו, arabisch חח״א וגיאגיי״א*) heissen; es folgt die Lage dieser Provinzen, und man solle nur in den Büchern der Geographie nachlesen, und man wird alles so finden, wie es J. Segre sagt (c. 17 p. 27a). Ebenso ausgebreitet sind unseres Autors historische Kenntnisse. Er nennt Constantin den Grossen, Nicephorus, Carl den Grossen, die Longobarden (c. 15 p. 23 a), Gothen, Börner, Longobarden (c. 19 p. 31b), die Geschichte der Lucretia, Julius Caesar (c. 22 p. 35 a), Scipio Africanus (p. 35 b) etc. — Ein Capitel (c. 16) widmet er den Berechnungen der Prophezeiungen des Daniel.8) Sehr oft spricht er von den Türken; die Juden in den Ländern der Ismaeliten seien nicht völlig unterjocht (c. 19 p. 29 b); die ״Stadt der wilden Völker“ (Jes. 25, 3) sei Constantinopel, die Hauptstadt der Türken, ״das mächtige Volk“ (ib.) seien die Araber in Afrika (c. 20 p. 32 b). Das römische Reich [der Habsburger] habe die Herrschaft über Spanien (ספרד), Frankreich (צרפת, etwa Belgien), Portugal, über ganz Italien, Deutschland (אשכנז), Polen, Ungarn und über alle Könige von Amerika, aber schon seien die Türken bis Ungarn vorgedrungen, und es stehe zu erwarten, dass die Türken das Christentum vernichten werden, und vielleicht sei der Türke der Antichrist, den die Christen erwarten, und dann wird der Anti- Christ unter dem Namen Armillus in Rom auf dem Throne des Papstes sitzen (c. 22 p. 35 b). Diese Auffassung von der Bedeutung der Herrschaft der Türken ist recht interessant, und sicherlich befindet sich damit J. Segre in Uebereinstimmung mit seinen Zeitgenossen. Die Zukunftsverheissung der Propheten braucht sich nicht auf christliche Ereignisse zu beziehen; J. Segre verweist auf die grossen Kriege der Athener und Trojaner, der Karthager und Börner, der Gothen in Italien und Spanien, und besonders auf diejenigen des Atilla, des ״flagellum dei“ (c. 23 p. 36 b). Voller Bitterkeit spricht er über die Judenverfolgungen in Spanien, Frankreich, Portugal, Deutschland, Polen, hier durch Chmel (c. 19 p. 30a). 1j Fremdwörter behandelt eigentlich auch das oben genannte Lexicon des Zanolini. 2) Was das ist, weiss ich nicht; in גיאגייא vermute ich Georgia. ’) Bemerkt sei noch, dass von c. 21 an mehrere Beweise (גס) gegen die Messianität Jesu vorgefübrt werden.