Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VIII (1904)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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25 ez maiz qu© samto1 2 3 * *); französisch: Dieu, il est tres saint; ähnlich sage man im Hebräischen dreimal קדוש, also durch Verdoppelung, wie Abraham Abraham (Gen. 22,11), Moses Moses (Exod. 2,4), 2(84,6) ה, ד,'׳), Samuel Samuel (I. Sam. 3,10). Dieser Passus stellt sowohl die Sprachkenntnisse als die Methode unseres Autors in ein günstiges Licht. Auch sonst zeigt sich unser Autor in verschiedenen Wissensfächern gut bewandert. Ausser Hieronymus]8) nennt er unter den Männern der Kirche Augustin, Paulus Orosius, Tomasius (c. 17 p. 27a), er nennt den Kommentar des Cornelio Älapido (c. 15 p. 20 a). Er gedenkt der Spaltung in der christlichen Kirche, des Streites zwischen den ״Apostolici Romani“, den Lutheranern, Calvinern und den schismatischen Griechen (c. 15 p. 22 b); der Glaube M. Luthers sei verbreitet in Holland, England, Berna (Bern Schweiz?), Genf, Preussen und Dänemark (c. 22 p. 35 b). Dies leitet uns hinüber zu seinen geographischen Kenntnissen, ln c. 27, wo er gegen den Cölibat eifert (das einzige Wort, welches im Text auch mit lat. Lettern umschriehen ist: Cilibato), und gegen die Unsitte, dass die Reichen ihren ältesten Sohn heiraten, die anderen Söhne aber Geistliehe werden lassen, damit der Besitz unaufgeteilt bleibe, bemerkt er: ״Aber die lateinischen Griechen, das sind die Bewohner von Candia und Morea und sonst unter der Herrschaft von Venedig, und ein Teil der Bewohner von Corsica, die unter der Herrschaft von Genua leben — es sind das die Inseln, die gegenüber Genua liegen — wie es aus der Geographie bekannt ist, haben dieses Gesetz [des Cöiibats] nicht angenommen; obwol sie Christen sind und an den Papst glauben, so nehmen sich ihre Geistlichen dennoch Weiber und haben Kinder und Kindeskinder“. Den Satz: Auf seine Lehren harren die Inseln (Jes. 42,4־) bezieht er auf die Inseln von Amerika, Brasilien, Marion (?), deren Städte, Goa (in Ost-Indien) und deren Städte, die jetzt christiich sind (c. 11 p. 14 b). Gemäss Jes. 27, 12 wird Gott die Macht des Stromes brechen und die Zehnstamme zurückführen, und obzwar die ^meisten Chronikschreiber (‘קויונולוניקי chronologici) die Existenz dieses Stromes leugnen, so ist das Wort des Propheten dennoch verlässlicher, zumal auch ältere und neuere Reisenden dort Juden in Menge gesehen haben; hierauf führt J. Segre den ״Grammatiker“ (המדקדק Elia Levita) an in *) Die Transscription des spanischen und portugiesischen Satzes verdanke ich Herrn Dr. M. Kayserling. 2) J. Segre bedient sich des masoretischen Ausdruckes ה7 ד״7 די״ג מכילן דרחמי. 3) Diesen greift er oft an (c. 15 p. 19 b, 20 a, 21a, an letzterer Stelle, weil H. die Zehngebote geändert habe). Jüdische Autoren des Mittelalters polemisieren oft gegen H., s. Jerome in J. Encyclopedia.