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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-01-01 · 1 (Januar-Februar 1904) · p. Seite 15

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
1 (Januar-Februar 1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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15 enthalten sind, geeignet erscheinen, Vorurteilslosen den Zionsgedanken näher zu bringen. Die Sammlung enthält Beiträge von Otto Abeies, Benjamin Seff (Pseudonym?), Prof. M. Lazarus, Julius Löwy, Max Viola, Dr. Max Nordau, Julius Bodenberg, Jgn. Kohn, Theod. Zlocisti, Max Aram, Dr. Max jßwwjr, Max Jungmann, Dr. Ad. Kurrein, Börries Frh. v. Münchhausen, S. Kohn, Adolf Donath, Max Fleischer u. Leo Herzberg-Fränkel. — B—y.]. Kataloge. WIENER, S., רשימת הגדות פסח Bibliographie der Oster-Haggadah. 1500— 1900. Petersburg, Kom. Verl. Voss’ Sortiment in Leipzig, 1902. VII, 54, 12 S. 4°. M. 2. [Der von Wiener seit 1893 veröffentlichte Katalog der Bibliotheca Friedlandiana in Petersburg dürfte, wenn er vollendet vor uns liegen wird, wohl die wertvollste bibliographische Zusammenstellung hebräischer Druckwerke vom Jahre 1733 bis auf unsere Zeit bilden und demnach eine lang ersehnte Fortsetzung der von Steinschneider im Katalog der Bodleiana gesammelten hebräischen Literatur sein. Die vorliegende Arbeit ist ein Excurs des erscheinenden Kataloges, mit vielem Fleisse und grosser Sachkenntnis angelegt, ein gutes bibliographisches Nachschlagewerk, für das wir dem Verf. recht dankbar sind. Es ist ein Wagnis, eine vollständige Bibliographie der Osterhaggada geben zu wollen, da die Haggada im wahrsten Sinne des Wortes zur Grebrauchsliteratur gehört, die jede Druckerei wohl in vielen Auflagen herstellte und von der oftmals nur ein Exemplar durch Zufall uns erhalten ist. Zur Illustrierung dieser Behauptung mögen folgende Angaben dienen. Wiener verzeichnet 900 Ausgaben bis zum Jahre 1900 aus 90 Druckereien. Bis zum Jahre 1600 ist uns keine Ausgabe bekannt, trotzdem damals in 16 Druckereien Italiens und Spaniens hebräische Drucke hergestellt wurden. Von 1501— 1733 *ind nur ca. 80 Drucke aus etwa 18 Druckorten erhalten, und davon mindestens 10 nur in einem Exemplar bekannt. Von 119 Druckorten, in denen damals zum Teil in mehreren Druckereien hebräische Werke hergestellt worden, sind nur etwa 15 vertreten. In seiner lehrreichen Einleitung hat Wiener auch diese Frage berührt und mit Becht S. II darauf hingewiesen, dass in Amsterdam seit 1626 Hebräisches gedruckt wurde und doch erst 1662 eine Haggada uns bekannt ist. Altona ist Druckort seit 1727, aber erst 1761 erscheint eine Haggada; Dyhernfurth (1689) Haggada 1796, Frankfurt a. 0. (1677) Haggada 1775. In Konstantinopel klafft eine Lücke von 1505 bis 1742 und dennoch wurde dort last ununterbrochen gedruckt. Die Pessachhaggada bietet abgesehen von ihrem Texte des interessanten mancher Art. Sie ist nicht nur seit dem Bestehen hebräischer Druckereien fast alljährlich gedruckt worden, sie wurde 370 mal kommentiert, ist in 14 Sprachen (arabisch, böhmisch, deutsch, englisch, französich, holländisch, italienisch, lateinisch,persisch, polnisch, russisch, spanisch,tartarisch undungarisch) übersetzt worden, und ist schliesslich fast das einzige hebräische W erk, das illustriert wurde. Es würde hier zu weit führen, auf den Kunstwert der Abbildungen, der besonders in älterer Zeit ein wirklich hoher war, einzugehen. Es hat auch schliesslich nicht an Versuchen gefehlt, die Hymnen mit Musiknoten zu versehen, doch ist dieses erst in neuerer

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