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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-01-01 · 1 (Januar-Februar 1904) · p. Seite 6

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
1 (Januar-Februar 1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 ״Herzenspflichten״. Kap. III behandelt die bekannte Tendenz des Buches des i. S und Kap. IV bietet uns eine scharfsinnige Charakteristik der von Arabismen u. arab. Konstruktionen durchsetzten hebr. Uebersetzung. Sehr wertvoll wäre es gewesen, wenn uns H. das kleine, von Stein- Schneider entdeckte (Hü. p. 410, ALdJ. p. 152), im Jahre 1586 gedruckte Fragment der Einltg. aus einer anderen Uebersetzung hier mitgeteilt hätte, und wundre ich mich, dass dies H. entgangen ist. Aus dem Vorhandensein dieser 2. Uebersetzung schliesse ich auch, dass trotz der seltenen Citierung des ibn Saddik’schen Buches in hebr. Schriften, dasselbe denn doch nicht so wenig studiert worden sein muss (p. II). Zum Schlüsse möchte ich nur noch bemerken, dass bei dem Buche die nicht einheitlich durchgefiihrte Transskription der sem. Eigennamen, ferner die Anordnung des hebr. Textes, der statt von rechts nach links, von links nach rechts angefügt ist, störend wirkt. Dies Alles aber sind nur Aeusserlichkeiten, die den grossen Wert der Ausgabe durchaus nicht beeinträchtigen. Druckfehler sind mir nur wenige aufgefallen. — Herzog-Ving Sm.]. JOSEPH B. GHAJIM SCHEALTIEL, נירפא דינמתא, Bibi. Wörterbuch nebst Angaben der synonymen Worte und Parallelstellen. Konstantinopel, 1903. (8) 440, (2), 263 (17) S. 4°. [MIDRASCH]. מדרש בראשית רבא Bereschit rabba mit kritischem Apparate u. Kommentare [u. d. T. מנחת יהודה] von J. Theodor. Lieferung I. Berlin, 1903. 80 S. gr. 8#. [Die erste Lieferung von der Ausgabe des Bereschith rabbah, die Dr. Theodor schon seit längerer Zeit vorbereitet hatte, liegt hier vor. Sie umfasst die ersten 10 Kapitel und entspricht den Erwartungen, mit denen man ihrem Erscheinen entgegensah. Wir erhalten, soweit man aus dieser bedeutsamen Probe ersehen kann, einen kritisch gesichteten Text, der mit philologischer Gewissenhaftigkeit, frei von aller Konjektur und Kombination, auf Grund aller heute bekannten und erreichbaren Handschriften wie Druckwerke hergestellt wird. Es ist dies um so wichtiger und bedeutsamer, da Bereschith rabbah allgemein und unbestreitbar als eines der ältesten Midraschwerke gilt, so dass man mit um so grösserer Sicherheit aus den an ihm hervortretenden Merkmalen und Eigentümlichkeiten die Kriterien für den alten Midrasch überhaupt ableiten und bestimmen kann. — Unser bisheriger Text der ״Rabboth“ genannten Midraschsammlungen geht in erster Reihe auf die 1646 zu Venedig erschienene Ausgabe zurück, bei der es noch eine besondere Transaktion zwischen den typographischen Anstalten von Bömberg und Giustiniani gegeben haben muss*), und ruht im letzten Grunde auf den von Bärmann Aschkenasi, Verfassers des Midraschkommentars מתנות כהונה, zu Krakau 1697 und 1608 veranstalteten Editionen, oder vielmehr auf den daselbst an dem Venediger Text vorgenommenen Emendationen und Aenderungen * 2), die Bärmann in seinem Midraschkommentar מתנות כהונה begründet und für die er sicherlich handschriftliche Vorlagen benutzt hat. Diese Textgestalt ist von allen späteren Ausgaben angenommen und mit grösserer oder geringerer Sorgfalt wiedergegeben worden. Welcher Text nun sollte bei einer ף Vgl. Theodor in Mtschr. 1898 (87. Jahrg.) S. 462 Anm. 1. 2) Das.

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