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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-01-01 · 1 (Januar-Februar 1904) · p. Seite 5

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
1 (Januar-Februar 1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ö halachische Themata. Des, Druck Y0n J. Goldstern, 1903. 2 u. 86 Bl. 8°. [Der Verf. ist Rabbiner in Klausenburg; anlässlich seines 25jährigen Amtsjubiläums haben seine Schüler die vorliegende Sammlung seiner homiletischen Bibelauslegungen und pilpulistischen Bemerkungen veröffentlicht. Der Reinertrag des gut ausgestatteten ,Werkes ist dem Verein zur Unterstützung der bedürftigen Talmudjünger in Klausenburg gewidmet.] HOROVITZ, S., ספר העולם הקטן. Der Mikrokosmos des Josef ibn Saddik Breslau, Druck v. Th. Schatzky, 1903. XIX, 79 S. 8 V [Eine neue auf mehreren Hss. basierende kritische Ausgabe von Josef ibn Saddiks העולם הקטן war nach der nur nach einer fehlerhaften Kopie von *MS. Hmb. 58b veranstalteten mangelhaften Ausg. von Jellinek (Lpz. 1858) ein in wissenschaftlichen Kreisen längst gehegtes Desideratum. Horovitz, der wie kein Anderer berufen war, diese Lücke auszufüllen, hat sich dieser Mühe unterzogen und mit nicht genug zu 10bender Gründlichkeit im Jahresberichte 1903 des jüdisch-theologischen Seminars zu Breslau auf Grund mehrerer Hss. [München 65, Hmb. 58 b, Parma 1174, Varianten aus Oxf. 1170 und MS. Kaufmann (bei Stein- Schneider HUeb. p. 408 nachzutragen), nicht benutzt ist Bodl. Uri 78] eine neue Ausg. veranstaltet, die uns endlich ibn S. Buch, wenn auch nicht in ganz lückenloser, so doch in viel verständlicherer Gestalt zugänglich macht. Zu bedauern ist ja, dass H. die 3 bezw. 2 Oxforder Hss. nicht durch Autopsie, sondern nur die auf Veranlassung Doctors gesammelten Varianten der einen Hs (Oxf. 1170) kennen zu lernen Gelegenheit hatte; er hätte sicherlich aus denselben noch manche wertvolle Variante des so ungemein schwierigen Textes herausholen können.1) Aber auch so wird man den grossen Fortschritt dieser Ausg. gegenüber der von Jell. besorgten von Zeile zu Zeile zu beobachten Gelegenheit haben, und die Wissenschaft darf H. für diese Arbeit aufrichtig dankbar sein. H. schickt seiner Ausg. eine in 4 Kpp. zerfallende, allerdings etwas zu kurze Einleitung voraus, die in Kap. I das Leben und die Schriften i. S. behandelt, ohne, wie bei den dürftigen Literaturangaben über ihn nicht anders zu erwarten gewesen, wesentlich Neues dem bisher schon Gekannten znfügen zu können, nur dass H. die Liste Derer, die ans ה״ה zitieren oder zu zitieren scheinen, vermehrt. Kap. II: Quellen des Josef ibn Saddik, behandelt zunächst die Quellen, die i. S. mit Namen anführt: Empedokles, Plato, Aristoteles (auch schlechtweg * die Philosophen“ genannt), Galen, Bardesanes und Abü Jaküb, der Verf. d. Mansuri, dann wird mit grossem Verständnis versucht, diejenigen Quellen zu eruieren, aus welchen i. S. vermutlich geschöpft hat, ohne sie mit Namen anzuführen. Hierher gehören vor Allem die Schriften der Lautern Brüder, von den neuplatonischen Schriften, die sogenannte Theologie des Aristoteles, wahrscheinlich das Buch Jesirah, Sa‘adjä, das M’kor Hajim ibn Gabirols und Bachjas *) Immer wieder fallen mir bei solchen Editionen die Worte ein, die Ewald (Btrg. z. Gesch. d. alt. Ausl. d. AT. p. IX) bereits im Jahre 1843 niedergeschrieben: Man begreift kaum, wie ein Volk (Engländer), welches sonst an der Spitze aller europ. Gesittung steht, in dieser Hinsicht (Benutzung ihrer Bibliotheken) soweit hinter der in Frankreich und Deutschland bestehenden weise angewandten Freisinnigkeit Zurückbleiben kann.

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