Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VIII (1904)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 erklärt, während es im Zusammenhang einen ganz guten Sinn ergiebt u. Aehnliches. Der Verf. giebt sich selbst nicht der Täuschung hin, mit seinen Emendationen stets das Richtige getroffen zu haben, und erklärt, dass er häufig nur die Anregung zu neuen Versuchen, schwierige Stellen zu erklären, gegeben haben will.— Eine ausführliche Einleitung in das Buch der Psalmen ist vorläufig noch nicht gegeben, einstweilen wird der Leser auf die kurzen Einführungen, die den einzelnen Psalmen vorhergehen, verwiesen. Dieselben enthalten prägnante Inhaltsangaben und orientieren den Leser vortrefflich. Auch die poetische Form wird jedesmal behandelt, besonders wird die Strophengliederung zum grossen Nutzen der Exegese beachtet; von den Ausschreitungen der bisher noch gar nicht gesicherten Metrik hat der Verf. sich fern gehalten, nur die Qina-Strophe wird, wo sie vorkommt, hervorgehoben. Ausserdem handeln die Einleitungen von der Abfassungszeit der einzelnen Psalmen. Hier kann dem Verf. wiederum der Vorwurf nicht erspart bleiben, dass er meist den extremsten Anschauungen, wie sie zuletzt von Duhm vorgetragen wurden, in ihrer ganzen Einseitigkeit sich anschliesst. Fast überall wird versucht, die Psalmen in die griechische Periode zu setzen und dabei oft mit sehr schwachen Gründen. So ist in Ps. 42 bei der Bestimmung der Abfassungszeit nicht beachtet, dass Vers 8 im Psalm des Jona (2,4) citiert wird, dagegen wird im Text 48,4 statt אראל — אל אל in der Bedeutung von Jes. 29,1 gelesen und aus dieser Hypothese gefolgert, dass der Verf. ein Priester im Exil, etwa Onias, sein müsse. Ebenso soll Ps. 45 aus der griechischen Periode stammen, weil Vers 2 ,מעשר im Sinne von noty/Lux gebraucht ist. Nicht besser sind die Beweise dagegen, dass Ps. 46 und 48 aus der Zeit Chiskias stammen, oder dafür dass Ps. 49 von den Tobiaden handelt. Das Suchen von historischen Beziehungen führt den Verf. häufig auf Abwege; so wird das herrliche Idyll in Ps 28 (wegen Vers 5 a נגד צררי) in die Zeit verlegt, wo der Makkabäer Simon die Feinde in der Burg belagerte und ihnen nach I Mc 18,49 die Lebensmittelzufuhr abschnitt. Dadurch geht natürlich die ganze Poesie des Psalmes verloren. Auf diese Seite des Psalmbuches, die Poesie des Inhalts, geht der Verfasser bedauerlicherweise überhaupt nirgends ein und' dadurch verschliesst er sich und seinen Lesern ein gut Stück des Verständnisses des herrlichen Buches. — Es wäre sehr zu bedauern, wenn auch ferner durch den einseitigen Anschluss an die extremste Richtung der Bibelkritik der Kommentar einen grossen Teil seiner Vorzüge aufhöbe, denn unstreitig ist er ein anregendes, nützliches Werk, das infolge seiner Billigkeit weite Verbreitung finden und Segen stiften könnte. — J. E.]. BRODY, H.j דיואן, Diwan des Abü-l-Hasan Jehuda ha-Levi. Erster Bd. Nichtgottesdienstl. Poesie (Anmerkungen, III. Lfg.) Berlin, 1901. S. 225—338 u. XY S. 8°. [Publikation des Vereins ״Mekize-Nirdamim* Jahrg. XVII. Mit dieser Lieferung ist der erste Bd. abgeschlossen.] -dass. Zweiter Bd. Nichtgottesdienstl. Poesie, Heft H. Berlin, 1902. S. 101—8° .211־. EIBENSOHUETZ, J., לדברל להונתן Pilpulistische Auslegungen zum Pentateuch. Podgorze, Druck y. Deutscher, 1903. (2) 46 Bl. 4°. GLASNER, M. S., שבייבי1 אש, Homilien zum Pentateuch u. Novellen zu den Traktaten Pesachim, Nedarim, Gittin, Chulin u. einige