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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-11-01 · 6 (November-Dezember 1903) · p. Seite 173

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
6 (November-Dezember 1903)
Date
1903-11-01
Page
Seite 173 (sequence 13)
Language
German
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17S Anmerkungen unter dem Texte sorgfältig herausgegeben (S. 27—33). Zu Note 5, worin die Erklärung aus D. Fränkels קרבן עדה zu Jer. Sota 7, 2 לשון רומי לקרב והיינו לקרב הלבבית als Erklärung der Worte des Haggada - Kommentars קאלו לשון רומי לשון הדרשה herangezogen werden, möchte ich ein Fragezeichen machen. Dass der arabische Kommentar das talmudische לשון רומי לקרב im Sinne gehabt hat, unterliegt keinem Zweifel, aber er wird wohl לקרב mit קרובה in Zusammenhang gebracht haben, das Aruch aus Wajikra räbba Sect. 30 citiert, wofür in den Ausgaben דרשן steht. Die Antwort auf die in Note 16 aufgeworfene Frage1) ist wohl die, dass die 3 Plagen דבר ,ערוב und מבת בכורות insofern vom Himmel kamen, als Gott allein, der im Himmel thronende, sie gleichsam vom Himmel hernieder geschickt hat, s. II Mos. 8,20 ויעש ה׳ כן bei ויעש ה, את הדבר הזה 9,6 ,ערוב bei דבר und 12,29 וה, הכה כל בכור. — Neues aus alten arabischen Geniza-Fragmenten bringt Harkavy unter dem Titel חדשים נם ישנים (S. 34—43) über Netira und seine -Söhne, eine angesehene jüdische Familie in Bagdad am Anfang des X. Jahrh. Der hervorragende hochgelehrte Kenner der gaonäischen Periode giebt nach einer kurzen hebr. Einleitung א über die Familie Netira den an manchen Stellen stark beschädigten arabischen Text der zwei uns erhaltenen Geniza-Blätter ב, sodann eine ausführliche hebräische Inhaltsangabe נ, ferner einige einschlägige Mitteilungen aus arabischen Historikern ד und zuletzt eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse. Netira stieg unter dem Chalifen Al-Motahdid ca. 900 zu grossen Ehren empor und behauptete durch Edelsinn, Klugheit und Glück seine Stellung auch unter den beiden folgenden Chalifen bis zu seinem 916 erfolgten Tode. Seine beiden Söhne Sahl und Isaak waren die würdigen Erben des väterlichen Ansehens und Einflusses. Der ältere Sohn Sahl, Schüler des Gaon Saadia in Bagdad, wird als grosser Bibel- und Talmudkenner wie auch als edler Wohltäter ohne Unterschied der Konfession geschildert. Besonders gerühmt wird seine ganz ausserordentliche, geradezu schrankenlose Gastfreundschaft. — Hartwig Hirschfeld veröffentlicht mit grosser Sorgfalt sieben arabische Gutachten des Abraham Maimuni (S. 46—54). Yorangeschickt ist eine kurze Einleitung in deutscher Sprache, kurze Fussnoten begleiten den Text. — D. Hoffmann behandelt (S. 55—71) einen bereits von J. Müller in der Einleitung zu Saadia Oeuvres complötes S. 9, p. XXYIff. Anm. 1 aus dem Midrasch ha-gadol abgedruckten Midrasch über die dreizehn Middot. Die vorangeschickte deutsche Einleitung wie auch die hebräischen Noten zum Texte zeigen den ausgezeichneten Talmudkenner und hervorragenden Midraschforscher, dessen Behauptungen durchweg wohlbegründet sind und dessen Vermutungen sämtlich das Gepräge massvoller Besonnenheit und strenger Gewissenhaftigkeit aufweisen. Hoffmann hält nicht allein die im Sifra an die Spitze gestellte Baraita des R. Ismaei sondern auch die dort hinzugefügten Beispiele für jedenfalls tannaitisch. Müller hingegen a. a. 0. hält die Beispiele für eine spätere Hinzufügung aus dem XII. Jahrh. Der Beweis, den H. S. 56 aus 4 sowohl im Sifra als auch im Talmud angeführten Beispielen erbringt, scheint mir nicht durchschlagend, ebensowenig der Einwand H.’s (S. 56, Anm. 2) gegen das zweite Argument Müllers für die Jugend der Beispielsammlung, dass nämlich weder Saadia noch Rasclii noch auch andere ältere Kommentatoren der 13 Regeln die Beispiele ג) Der Vrf. meint die in Tanchuma Abschn. וארא und שמות דבא XH, 4 gegebene Einteilung der zehn Plagen. B—y.

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