Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1903)
- Date
- 1903-09-01
- Page
- Seite 131 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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181 Mitte eines Satzes in’s Hebräische über und ist, als eine der ältestei! Schriften über diese Materie, sehr interessant, doch bereichert sie unsere Kenntnis von der Geschichte des jüdischen Kalenders in keiner Weise. Bemerken will ich, dass die am Schlüsse der Abhandlung erwähnten drei Intercalationsordnungen: 'ג׳ב׳ט׳ב׳ג (d. h. אד״ו טבה״ז ,(גה״ח אדר׳ט und בח״ז יגד׳ח, auch in einer von Israeli (יסוד עולם IV, 2) citierten Boraitha, sowie von Alberüni (ed. Sachau p. 55) und Hai Gaon (bei Abraham b. Chija, p. 97) angeführt werden. Sie redacieren sich aber alle zur einen, nämlich zu der gewöhnlichen (נו״ח אדז״ט) , je nachdem man den 19jährigen Cyclus der Reihe nach mit dem ersten, zweiten, resp. dritten Jahr dieses Cyclus beginnt, s. meine Ausführungen in JQR. X, 157 ff. Ein Grund an die Authentie dieses Josua b. ‘Alän zu zweifeln, liegt jedenfalls nicht vor.— Sehr interessant und sehr lehrreich ist die Abhandlnng Epstein’s über Samuel he-Chasid, den Vater des Jehuda he- Chasid (רבי שמואל החסיד ב״ר קלונימוס הזקן, p. 81—101). Samuel hat eine grosse Bedeutung für die Geschichte der Entwickelung der deutschen Mystik, die, wie wir jetzt wissen, in Babylonien ihre Heimat hatte, dann über Italien nach Deutschland eingedrungen ist und sich zuerst unabhängig von der parallel nebeneinhergehenden spanischen Kabbala entwickelt hat. Daneben war aber Samuel auch bedeutend als Talmudist und hat ysrschiedene Kommentare verfasst, von denen jedoch die Existenz desjenigen zur Mechilta mir nicht sicher genug zu sein scheint (vgl. auch Revue VII, 64, n. 1). Interessant sind auch die Ausführungen E.’s über das ספר חסידים und die Vermutung über den Verfasser des שיר היחוד. — Ueber einen Mystiker der Neuzeit, nämlich über Nachm&n aus Breslaw (1772—1810), einen Urenkel (mütterlicherseits) des Israel Baal-Schem, handelt Horodezky (רבי נחמן מברסלב, p; 115—161) und entwirft ein interessantes Bild von der Persönlichkeit und den Lehren dieses sonderbaren ״Zaddik“, Es scheint H. entgangen zu sein, dass bereits Berdyczewski in Sokolow’s האסיף IV (1887), p. 65—73, das Wesentliehe über Nachman zusammengestellt hat. Beide Darstellungen ergänzen sich aber gegenseitig. — Weiter enthält das Heft Beiträge von David Kahana (דברים ככתבם, p. 65—70), Elasar Schulmann* (לקורות הדרשנות, p. 102—111), einem Anonymus לתולדות הרמסץ) שמ״י, p. 112—114) und Isaak ben Ascher (ברור דברים, p. 152—160; Replik auf die Polemik Weissberg’s in Heft III, 218 ff.), die aber wenig Literesse bean- Sprüchen. — Wir danken dem tatkräftigen Herausgeber für seine bisherigen Leistungen und wünschen, dass er die nötige Förderung finden möge, um sein Sammelwerk zu einem periodischen Repertorium der Wissenschaft des Judentums in hebr. Sprache gestalten zu können. Wir bedauern nur, dass in dem gegenwärtigen Heft zu wenig Sorgfalt auf die Korrektheit des Druckes verwendet wurde. — JDr. Samuel Poznanski.] LAST, J., עשרה כלי כסף, Zehn Schriften des R. Josef ibn Easpi, nach den Handschriften in Oxford, Paris und München mit textkritischen und erläuternden Anmerkungen zum ersten Male herausgegeben. Nebst einer Einleitung von Prof. Dr. L. Blau. 2 Bde. Pressburg, 1908. Bd. I: XXIV, 216 und XX S., Bd. H: 2 BL, 197 S. 8°. M. 10.- [Herr Last ist seit Jahren als Kopist hebräischer Werke tätig, und gar manche willkommene Bereicherung, die die hebr. Literatur in den letzten Jahren erfahren, beruht auf seinen mit peinlicher Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt angefertigten Abschriften, die sich vorteilhaft von