Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1903)
- Date
- 1903-09-01
- Page
- Seite 130 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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130 — H0R0DEZKY, S. A., הגוץ, Hagoren. Abhandlungen über die Wissenschaft des Judenthums• IV• Buch. Berditschew, Scheftel, 1903. 160 S. 8 °. Rub. 1.10. [Schneller, als man hoffen konnte, erhalten wir ein neues Heft dieses gediegenen Sammelwerkes, das sich an die drei bereits erschienenen (s. diese Zeitschr. III, 36. IV, 78. VI, 99) würdig anschliesst. Der Inhalt ist auch diesmal ein mannigfaltiger und interessanter. Lector Friedmann setzt seine Untersuchungen über die Entwickelung des Begriffes von der Verunreinigung der Hände, besonders durch Berührung von heiligen Schriften, in einem dritten Artikel fort (גלגול טומאת ידים בכלל וע״י מגע בכתבי הקדש בפרט; מאמר שלישי, p. 5—26) und reproduciert ausserdem seine Erklärung zu Prov. 31,10—31 (שיר אשת חיל, p. 59—64), die zwar schon in Wien 1878 in einem besonderen Heftchen, aber in einer kleinen Anzahl von Exemplaren, erschienen Jst. — Samuel Kriaiss handelt über Ursprung und Wandrung einiger in der talmudisch-midraschiscen Literatur erwähnten oder angedeuteten Volkssagen (הגדות לאומיות, p. 27—32). Zu bemerken ist dabei, dass die Sage vom ״Wiesel und Brunnen“ (חולדה ובור) auch in hebräischer Sprache zweimal in eine poetische Form gekleidet wurde, und zwar durch Laski (נאמני ארץ, Warschau 1848 usw.; vgl. Benjacob s. v.) und Werbel (עדים נאמנים, Wilna 1852). — In einer Notiz über בן סטדא (p. 33—37) weist Chajes mit Recht von neuem darauf hin, dass darunter unmöglich der Stifter des Christentums gemeint sein kann. Aber auch die Identificierung mit dem von Josephus (Bellum II, 13, 66) erwähnten falschen Propheten aus Egypten ist sehr zweifelhat. Eine befriedigende Erklärung des Namens סטדא vermag auch Ch. nicht zu geben. — Bacher teilt Erklärungen zu einzelnen Bibelstellen (von Josua bis Jeremia), die er aus Menachem b. Salomo’s ״Prüfstein“ gezogen hat, mit (לקוטים מספר אבן בחן לר, מנחם בן שלמה, p. 38—58). Sie bilden eine Fortsetzung zu derartigen Erklärtragen zürn Pentateuch, die in אוצר הספרות V (1896) p. 257—263, erschienen sind. Vielleicht aber entschliesst sich B. dieses nach vielen Richtungen hin interessante Werk, das er zuerst in Grätz’ Jubelschrift, p. 94—115, ausführlich analysirt hat, vollständig, soweit es erhalten ist, zu edieren. — Harkavy veröffentlicht u. d. T. חדשים גם ישנים II, 6 (p. 71—80), zwei handschriftliche Funde aus der Petersburger Bibliothek. Der eine umfasst 4 fragmentarische gaonäische Responsen, wovon besonders das erste interessant ist. Der Verfasser nennt Mer als seinen Lehrer einen bisher unbekannten Raba (דאבה), einen Schüler des Jehudai, und wendet Prov. 11, 22 auf denjenigen an, der wohl die schriftliche, aber nicht die mündliche Lehre studiert, mithin ist dies Responsum gegen die Karäer gerichtet Der Verfasser dieser Responsen kann aber unmöglich Hilaä, oder dessen Sohn Natrona'i, sein, wie H. vermutet, da Mer (in nr. 4) verboten wird, am zweiten Tag deB Neujahrsfestes und am שבת שובת zu fasten, währenddem es nach Natron&i erlaubt ist, s. Isaak ihn Gajjath הלבות תשובה (ed. Bamberger 1,43) und Ascheri zu Rosch ha-Schana, Ende (vgl. auch das Responsum Hai’s, שערי תשובה, nr. 64, und die Nachweisungen dazu in איי הים z. St.). Der zweite Fund ist eine von Ben Maschiach, einem karäischen Zeitgenossen Saadja’s, angeführte vollständige Abhandlung eines Rabbaniten Josua b. ‘Alän, über den Kalender, eigentlich über die Einfügung der sieben Schaltmonate. Diese Abhandlung wurde schon früher in 1899 הצפירה, nr. 141—42 veröffentlicht.. Sie beginnt arabisch und geht dann in der