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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-07-01 · 4 (Juli-August 1903) · p. Seite 122

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
4 (Juli-August 1903)
Date
1903-07-01
Page
Seite 122 (sequence 26)
Language
German
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122 einen in einem Londoner Verein gehaltenen Vortrag: ״Is there a Jewish literature?“ (Giebt es eine jüdische Literatur?); der Verf. meint, die sprachliche Bezeichnung hebräische sei genauer. ״Yiddish“ gehöre, sobald es mit hebr. Lettern geschrieben ist, zu den hebräischen Dialecten (p. 599). In der Tat ist der Ausdruck ״Yiddish“ eine englische Orthographie für אידיש, wie die Juden im slavischen Osten ihren deutschen Jargon nennen, der ausser hebräischen Wörtern auch aus anderen Sprachen, namentlich der polnischen und russischen, und jetzt aus der englischen (besonders, in Amerika) Ausdrücke für verschiedene Gegenstände entlehnt. Hier könnte man die talmudische Frage nach dem Syrischen (Sota 49 b) anwenden. Als die Juden Deutschlands bei der Ent- Wickelung des Deutschen allmählich zurückblieben, hebräische Wörter und Phrasen einflochten, nannte man ihre Sprache Judendeutsch; es giebt aber Drucke in hebr. Typen, deren Deutsch durchaus nichts Jüdisches verrät — findet man doch in den neuesten Antiquarkatalogen Mendelssohn’s Pentateuch unter der Rubrik ״Jüdisch- Deutsch“! — Im slavischen Osten musste das zum Jargon herabgesunkene Deutsch in der Tat ״Jiddisch“ (d. h. Judensprache) werden; dieser Namen ist vielleicht die beste Beleuchtung der Kultur, nicht bloss der abgesonderten Juden, vielleicht noch mehr derjenigen, welche dieselben bis zur Sprache isolieren. Die Teilnahme der Juden an der Landessprache ist ein wichtiges Moment in ihrer Kulturgeschichte, dessen Wirkung auf religiöse Anschauungen, auf Polemik und Apologetik in ihrer Weise und Tendenz man verschieden anschlagen mag; die Berechtigung der nichthebräischen Schriften der Juden zu einem Platze in,der Kulturgeschichte der Juden wird ihr auch von denen nicht abgesprochen, welche über die Be- Zeichnung ״Jüdische Literatur“ sich zu Absurditäten verirren. Hiermit komme ich zum eigentlichen Inhalt dieser Miscelle: Bemerkungen zu Kayserling’s Bibi. Esp. nach der Reihenfolge des Buches; die Hochziffer 2bedeutet die 2. Kolumne. Die gesperrten Namen sind Zusätze.1) Pag. 3 Aboab, Jac. de Samuel, gehört eigentlich gar nicht in das Buch, da keine Schrift von ihm angegeben ist; über ihn s. auch Oatal. Bodl. p. 2200 unter N. 8280; Catal. der Hss. in Hamburg S. IX A. 20. 52 Z. 11: estante N, plut. 1 (Llacayo p. 202), 177 Bl. 6 zu Abravanel (über die Aussprache s. HB. XIX, 124), Moses starb 1726 (Jellinek in קונטרס המספיד S. 32); eine Denkrede über ג) Im Central-Anzeiger S. 123 Z. 8 lies Cansino; Z. 10: 382 1. 282; Z. 19 v. u. zu 109: Said ist zn streichen, Hasan ist חזן; S, 124 Z. 9: ״S. 89“ 1. 79,

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