Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 4 (Juli-August 1903)
- Date
- 1903-07-01
- Page
- Seite 108 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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108 entsprechend dem arab. 'וכרההם כל נק. —. Am reichsten fliesst das Material über den nach vielen Richtungen hin interessanten Kalenderstreit zwischen Saadja und Ben Meir (nr. II—VIII; XLVII—XLVIII), wobei wir beträchtliche Stücke aus Saadja’s ebenfalls verlorengegangenem ספר המועדים (nr. II—III, vielleicht auch nr. XLVII; vgl. Revue 41,225) erhalten1). Aus II 1. 6: תפת[ב בספר עק]שות המחשיך שהיה אהרן וכל׳ ist vielleicht zu entnehmen, dass der Vorname Ben Meir’s Aron gelautet hat. — In das Gebiet des Kalenderstreites zwischen Saadja und den Karäern gehört die arab. Abhandlung (nr. IX) über die Mischna (Rosch ׳ha-Schana 1,4) על שני חדשים מחללין את השבת, wo Saadja seine bekannte Theorie von dem hohen Alter des jüdischen Kalenders mit aller Energie, aber mit sehr schwachen Gründen, verteidigt. Diese Abhandlung bildete -.vielleicht einen Teil des כתאב אלתמייו (vgl. JQR. X, 244ff.; zu nr. X, das von einem Karäer herrührt, vgl. ib. 263ff.). — Weiter sind von Schrifen Saadja’s zu erwähnen: Fragmente des אחכאם אלודיעה (od. כתאב אללדאיע, s. Harkavy, Stud. u. Mitt. IV, 239 ob.; hebr. ס׳ הפקדון, s. Stein- Schneider, Die arab. Literatur d. Juden p. 49, n. 5), d. h. des Buches der Pfänder (nr. XI—XII), Liturgisches und Poetisches (nr.XVII—XXVI),Fragmentedesכתאב אלטרפות (nr. XXVII, XLIX, vgl. Anhang II, 1), der Anfang des Komm, zum Buche Jesaja (nr. XXVIII), das nun, wie wir hier erfahren, כתאב אלאסתצלאח benannt wurde2 * * *), usw. — Ungemein interessant ist auch eine Art Reisebericht (nr. L), mit Versabteilungen, Punktuation und Aceentuation versehen. Der lückenhafte Zustand des Fragments lässt den Inhalt nicht ganz genau erraten, doch ist der Verfasser wahrscheinlich Saadja8), wie das ebenfalls an einer anderen Stelle nachgewiesen werden soll.— Von Fragmenten, die Citate aus Saadja enthalten, verdient besondere Erwähnung nr. XIII, wo gegen Daniel al-Kumisi polemisiert wird. Doch ist daraus nicht mit Schechter zu entnehmen, dass Saadja gegen diesen karäischen Autor des IX. (nicht des VIII.) Jahrhunderts etwa eine besondere Schrift verfasst hätte. Von Daniel selbst erhalten wir den Anfang seines Komm.’s zu Leviticus (nr. LV; vgl. auch Anhang II, 2), über den ich in .Jew. Encycl., s. v. (IV, 433) bereits das Nötige berichtet habe. — Von Dosa, dem wenig gekannten Sohne Saadja’s (s. über ihn Steinschneider, 1. e., p. 69, 340), haben wir ג) Ygl. darüber zuletzt Epstein, Revue 42, 173. 44, 230. Eine abscbliessende Untersuchung über dieses Thema erscheint demnächst von H. Bomstein in Warschau. 2) Bekanntlich legt Saadja den einzelnen von ihm kommentierten biblischen Büchern besondere Namen bei, so nennt er die Psalmen כתאב אלתסביח, die Sprüche כתאב מלב אלחכמה, das Buch Hiob כתאב אלתעדיל, usw. a) Gegen Schechter (p. XII) und Bacher (JQR. XIV, 741).