Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 4 (Juli-August 1903)
- Date
- 1903-07-01
- Page
- Seite 109 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 1ÖÖ — hier ein Responsum (nr. XXX), das bisher nur auszüglich aus שערי תשובה nr. 87 bekannt war. Von schriftlichen Denkmälern der letzten Geonim seien erwähnt: Der Anfang eines arab. Komm.’s des Samuel b. Ohofni zu einem hebr. Reschuth SaadjVs (nr. XV). Die Fortsetzung ist bei Neubauer (JQR. VI, 705) zu lesen, der diesen Komm, nach einem anderen Geniza-Fragment ediert und als Verf. Chefes b. Jasliach vermutet hat. — Zwei sehr interessante Schriftstücke (nr. XLV und XLVI), die auf den Niedergang der babylonischen Akademieen, besonders in materieller Hinsicht, ein helles Licht werfen. In dem einen, das an einen הזקן הרב האדיר והאביר והאציל (nr. XLV, p. 1 yo, 1. 18) gerichtet ist, heisst es u. A, (p. 1 ro, 1. 9): וגם האיי בחורינו שוקד ללמדם ולשום בפיהם וכף, mithin ist sein Autor Scherira. Der Adressat des zweiten war (ro 1. 85): . . . האדיר האביר האציל רבנא שמריה הראש י[שיבה] . . . בן רבנו אלחנן זכרו לברכה, also einer der vier Gefangenen, der dann in Alexandrien ein Lehrhaus errichtet hat. Die Vermutung liegt nun nahe, dass Schemarja auch der Adressat des erstereh und dass Scherira auch der Autor des zweiten Schriftstückes gewesen (und nicht Samuel b. Chofni, wie Schechter vermutet). Es sei daran erinnert, das derselbe Notschrei über den materiellen Verfall der Akademieen, den wir hier vernehmen, auch aus einem Schreiben Samuel b. Chofni’s nach Kairuwan, das Margoliouth aus einem Geniza-Fragment ediert hat (JQR. XIV, 308), zu uns dringt, und dieser Zustand scheint sogar die Verschwägerung zwischen Samuel und Scherira verursacht zu haben1). Dadurch bestätigt sich auch die bekannte Angabe Abraham ibn Daüd’s über das Versiegen der Einnahmequellen der Akademieen. — Weiter erhalten wir (nr. XXXVI—XXXVIa) zwei Responsen über die Eheangelegenheit des Exilarchen Bostanai mit einer persischen Prinzessin, die bisher nur aus einer gelegentlichen Erwähnung in einem Gutachten Hai’s (od. Scherira’s) in שערי צדק I, 17 bekannt war. Hier werden auch die verschiedenen persischen Namen (aller- *) Samuel sagt hier: . . . ואף כי נעשה שלום נמוד בינינו ובין מדרב שרירא גאון ר׳י׳ת׳ טרם אסיפתו בשנים ועם גאון בנו יאמצהו מגנ[נ]ו כי התחתן בנו ויקח בתנו ויכתבו בינינו תנאים בשמנו ומהם כי כל הנדבות הבאות בשם כל אחד ממנו יהיו לו לעצמו ואין לאחר עמו וכר. Dass der Brief nach Kairuwän gerichtet war, entnehme ich den Worten: ועתה כתבנו . . . לנבוננו . . מר׳ יוסף החבר . . . בן מר׳ ברכיה נ״ע ... למנותו... עם משכילי העם ונוגשי הצדקה דבר נא באזניו לבלי יט אחרי פוגה וכו׳. Dieser Josef b. Berechja aber war ein Mitglied des Lehrhauses des Jakob b. Nissim in Kairuwan und hat Anfragen an Hai gerichtet (s. טעם זוקנים p. 54b u. Responsen ed. Harkavy nr. 178; der Responsen Lyck nr. 46 erwähnte Nachschon b. Berechja war vielleicht sein Bruder). Nebenbei sei bemerkt, dass, wie aus diesem Fragmente folgt, Samuel die Akademie zu Sura noch zu Lebzeiten Scherira’s wiederaufgerichtet hat, darnach ist Harkavy, Stud. u. Mitt. ni, n. 9, zu berichtigen.