Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-03-01 · 2 (März-April 1903) · p. Seite 50

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
2 (März-April 1903)
Date
1903-03-01
Page
Seite 50 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2254995-7565911-7600123--1298-2256236
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

auf ein Akrost. ברמה hingewiesen wird; an Abraham Salich, den der Yerf. im Akrost. finden will, ist bei diesem alten Stück nicht zu denken. Verf. von Nr. 1 kann sehr wohl der im 16. Jh. lebende Sa‘adja b. Josef (מטמוני םסתריס p. 12) sein. Zu der Vorbemerkung (S. 16) vergl. Steinschneider, flebr. Uebers. S. 852 Anm. 43. Was soll wohl S. 10 unten die Bemerkurg heissen: ״das Metrum ist gemischt, wie in derartigen Gedichten fast Kegel ist“? Das Stück ist einfach nicht metrisch; was mit der ״Hegel in derartigen Gedichten“ gemeint ist, kann ich mir nicht erklären. Die berichtigenden und erklärenden Fussnoten zum Text der Gedichte sowohl wie zur deutschen Uebersetzung sind sehr gewissenhaft gearbeitet und bieten des Lehrreichen recht viel, besonders in grammatischer und lexicalischer Bezi'ehung. Aus Rücksicht auf den zur Verfügung stehenden Raum können wir auf Einzelheiten nicht eingehen. — B—y.] HEISZ, A., Eine anonyme arabische Uebersetzung und Erklärung der Propheten Zephanja, flaggai und Zecharja, herausgegeben und mit kritischen Anmerkungen versehen. Berlin, Itzkowski, 1902. 48 S. 8°. [Diese Uebersetzung, die zu einzelnen Versen von kurzen Glossen begleitet ist, ist in einer Handschrift der Bodleiana (Cat. Neubauer 181; vgl. auch Steinschneider, Die arab. Literatur d. Juden, p. 286 nr. 92) enthalten und erstreckt sich auf sämtliche letzte Propheten. Sie ist ohne Zweifel das Werk eines Uebersetzers und am Schluss von Jerem., Ezech. und der XH kl. Propheten findet sich das Abfassungsdatum 1607 contr., d. h. 1196/6. Benutzt wurde sie zuerst von Pococke in s. Comm. zu Hosea, Joel und Micha, dann edierten daraus: Schnurrer (in s. Dissertationes philologicae) Ezech. XXI und Paulus (als Anhang zu s. Ausgabe von Saadja’s Jes.) mehrere Stellen zu Jes. Schröter , hat in Merx’ Archiv 1,28 ff. angefangen, die kl. Proph. zu edieren, kam aber nicht über Joel hinaus. Aus einer Copie, die sich in der Bibliothek des Budapester Rabbinerseminars befindet, edierte — wie wir der Vorrede Heisz’ entnehmen — Klein die Propheten Joel u. Arnos, Obadja bis Hab. sollen demnächst erscheinen, und in der vorliegenden Edition erhalten wir Zeph., Hag. u. Zach, (was soll nun aus Maleachi werden?) In der Vorrede sucht Heisz nachzuweisen, dass die Uebersetzung nicht von Saadja herrührt, was aber angesichts des Abfassungsdatums und der Tatsache, dass Saadja zu Jes. XXXV, 9 citiert wird (s. Munk, Notice sur Saadia, p. 86 n. 2) ganz überflüssig war. Dabei wären auch gerade seine Beweise nicht ganz stichhaltig, denn wohl citiert Saadja in s. Bibelcomm. auch andere Meinungen als die des Talmud und der Tärgume (s. z. B. zu Dan. 8,14 in meinen Miscellen über Saadja IH, 17 Monatsschr. 1900, 416) und waren, wie es scheint, lange Excurse (H. spricht u. A. von ״kabbalistischen“ Meinungen, die hier enthalten waren!) nur im Comm. zum Pentat. enthalten. Wohl aber stand unser Uebersetzer unter dem Einflüsse Saadja’s, ob ihm aber auch dessen Uebersetzung und Comm. zu den XH kl. Proph. Vorgelegen haben, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Möglich aber ist es, denn diese Uebers. war noch im XIV. Jh. im Orient bekannt (s. Bacher, Ein hebr.-pers. Wörterbuch, p. 45) und unser Uebersetzer gehört wohl nach dem Orient. Darauf weisen hin die Benutzung von persischen Fremdwörteren (s. Schröter, 1. c., p. 29, und Heisz p. 8), dann , vielleicht auch die Uebersetzung von ארץ צפון in Zach. H, 10

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.